Xiaomi 17 Ultra im Test: Leica-Look mit viel Leistung
Schnell zeigt sich, wohin Xiaomi mit dem neuen 17 Ultra will: weniger unauffälliger Begleiter, mehr Premium-Smartphone für Foto und Video, gepaart mit angenehmer Haptik und eleganter Optik. Das beginnt natürlich bei einer sauberen Verarbeitung, endet aber nicht beim Look. Das große Kameramodul ist dabei nicht nur ein markantes Design-Merkmal, sondern prägt auch die komplette Handhabung des Smartphones.
Leica-Kamera: Kontraststarke Ergebnisse direkt aus der Kamera
Xiaomi baut das 17 Ultra klar um sein Leica-Kamerasystem herum. Der Hersteller setzt auf eine 1-Zoll-Hauptkamera mit 50 Megapixeln, dazu ein hochauflösendes 200-Megapixel-Tele-Modul sowie eine Ultraweitwinkelkamera - damit sind vom Straßenmotiv bis zum Porträt und zur Landschaft praktisch alle Standardsituationen abgedeckt.
Im Test wirkt das Setup vor allem in der Kombination stark: Die Hauptkamera liefert sehr detailreiche Bilder mit überzeugender Dynamik, das Tele bringt Porträts und entfernte Motive dank einer Brennweite von 75 bis 100 Millimetern zuverlässig näher heran und die Ultraweitwinkelkamera ist mehr als nur "nice to have" - gerade bei Innenräumen und Architektur ist sie ein echter Alltagspartner.
In der Praxis wirkt das oft vor allem eines: unkompliziert. Wer abdrückt, bekommt häufig Bilder, die vor allem bei gutem Licht ohne großen Feinschliff sehr präsent wirken - mit kräftigem Kontrast, satten Farben und einem charakteristischen Leica-Stil. Porträts profitieren vom Tele, Gesichter wirken plastisch, der Hintergrund bekommt Tiefe, ohne dass die Konturen unruhig werden. Auch beim Zoom bleibt das 17 Ultra lange souverän, selbst Details in größerer Entfernung wirken noch vergleichsweise stabil.
Xiaomis Abstimmung ist dabei klar auf einen präsenten Look ausgelegt: Kontrast und Farben sind oft so gesetzt, dass Fotos ohne Nacharbeit direkt "fertig" wirken. Wer es neutraler mag, findet in den Leica-Stilen schnell eine zurückhaltendere Variante.
Auch die Frontkamera mit ebenfalls 50 Megapixel spielt auf diesem hohen Niveau mit: Selfies wirken scharf und kontrastreich, Hauttöne geraten meist angenehm, können bei sehr kräftigem HDR-Licht aber gelegentlich etwas "glatt" wirken. Für Videoanrufe ist die Qualität überzeugend, Stimmen und Bild bleiben stabil, und bei gutem Licht wirkt das Ergebnis insgesamt klar oberklassig.
Kleiner Wermutstropfen: So beeindruckend das Kamerapaket auch wirkt, das Modul trägt deutlich auf und macht das Gerät spürbar kopflastig. In der Hand kippt das 17 Ultra deshalb leicht nach vorn, besonders beim einhändigen Tippen - mit Hülle relativiert sich das zwar, ganz verschwindet es aber nicht. Das liegt aber auch am angenehm geringen Gewicht von nur 219 Gramm. Beim 17 Ultra ist der Foto-Anspruch somit merklich kein Nebenthema - das sieht und spürt man sofort.
Display, Tempo und Alltag: flüssig und unaufgeregt
Im Alltag läuft das 17 Ultra so, wie man es in dieser Klasse erwartet: durchgehend flüssig - auch unter großer Last. Im Gerät steckt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor, kombiniert mit 16 Gigabyte RAM und wahlweise 512 Gigabyte oder 1 Terabyte Speicher. Multitasking wirkt damit vollkommen stabil und auch anspruchsvolle Apps fühlen sich nicht nach Kompromiss an.
Dazu kommt ein 6,9 Zoll großes Display, das groß, sehr hell und angenehm flüssig ist - gerade beim Fotografieren und beim Anschauen der eigenen Bilder ein spürbarer Pluspunkt. Und auch beim Akku liefert Xiaomi mit 6000 mAh Kapazität sowie Laden per Kabel (90 Watt) und kabellos (50 Watt) Werte, die in der Topklasse absolut konkurrenzfähig sind. In der Praxis heißt das: viel Reserve und schnelles Nachladen, wenn es nötig ist.
Softwareseitig bleibt Xiaomi Xiaomi : HyperOS ist funktionsreich und schnell, wirkt aber weniger reduziert als pures Android. Für viele ist das ein Plus, weil sich einiges einstellen lässt. Wer es aufgeräumter mag, nimmt sich einmal Zeit fürs Sortieren - danach läuft das System in jedem Fall übersichtlich und stimmig.
Preis und Fazit
Bei so viele Features liegt das neue Xiaomi-Spitzenmodel entsprechend auch preislich in der Topklasse. Das Xiaomi 17 Ultra startet laut Werksangaben bei 1.499,90 Euro, die 1-TB-Variante gibt es für 1.699,90 Euro.
Unterm Strich ist das 17 Ultra ein sehr konsequentes Kamera-Smartphone mit Leica-Charakter, starkem Zoom und einem Display, das Fotos und Videos hervorragend präsentiert. Dazu kommen viel Leistung und ein Akku, der den Alltag erleichtert. Ein paar Eigenheiten gehören zu diesem Ansatz - das große Kameramodul prägt die Handhabung, und Xiaomis Bildlook ist gern eine Spur kräftiger. Wer das im Hinterkopf hat, bekommt ein Android-Topmodell, das vor allem eines liefert: starke Ergebnisse, ohne dass man viel dafür tun muss.
Wer übrigens noch mehr Leica im Smartphone will, kann sich das fast baugleiche "Leica Leitzphone powered by Xiaomi" ansehen. Für 1.999,90 Euro lässt sich die Umrandung der Kamerainsel "wie früher" drehen und damit wahlweise Brennweite, Fokus oder Bokeh (Tiefenschärfe) einstellen kann - für noch mehr Kameragefühl bei identischem Funktionsumfang des Smartphones.
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