Wie Corona für die Digitalisierung deutscher Haushalte sorgt

Die Menschen verbringen wegen der Corona-Pandemie teils deutlich mehr Zeit in ihrem Zuhause. Technologie sorgt dabei für Unterhaltung und Ablenkung.
| (wue/spot)
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Deutsche verbringen seit Beginn der Corona-Pandemie unter anderem deutlich mehr Zeit mit Videochats
Deutsche verbringen seit Beginn der Corona-Pandemie unter anderem deutlich mehr Zeit mit Videochats © Dean Drobot/Shutterstock.com

Zahlreiche Menschen haben 2020 und auch Anfang 2021 mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht als jemals zuvor. Besonders digitale Technologien waren den Deutschen darum in der Corona-Pandemie eine große Hilfe. Wie aus einer Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom hervorgeht, haben die Leute sich daher nicht nur intensiver mit Technologie beschäftigt, sondern dafür auch mehr Geld ausgegeben.

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"Digitale Technologien wie die Videokonferenz mit der Familie und Freunden, Unterhaltungsangebote wie Streaming oder Games und die Möglichkeit, online einzukaufen, sind während der Corona-Krise für viele das Tor zur Welt", erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung. Digitale Technologien hätten "dafür gesorgt, dass unser Leben trotz aller Einschränkungen weitergehen konnte".

Hilfe in allen Lebenslagen

Dem Ergebnis der Studie zufolge hat neuartige Technologie 83 Prozent der Bürger in mindestens einem Bereich ihres Lebens geholfen. 60 Prozent gaben etwa an, dass entsprechende Technologien ihnen bei der Arbeit "sehr geholfen" oder "eher geholfen" haben. Bei der Kommunikation mit Familie und Freunden sind es 56 Prozent, beim Einkaufen 55 Prozent und bei Gesundheit oder Sport und Fitness immer noch 52 beziehungsweise 51 Prozent.

78 Prozent erklärten unterdessen, digitale Technologien während der Krise häufiger benutzt zu haben als noch zuvor. Auch die Nutzungsdauer sei dabei gestiegen. Gaben die Befragten noch an, vor der Pandemie rund acht Stunden täglich vor Smartphone, PC und Fernseher verbracht zu haben, stieg dieser Wert sogar auf 10,4 Stunden pro Tag.

Zwischen Streaming und Shopping

Starken Zulauf verzeichnen demnach etwa Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+. Vor Corona waren es noch 3,9 Stunden, die Nutzer wöchentlich Serien und Filme streamten, seit Beginn der Pandemie sind es 7,1 Stunden. Acht Prozent gaben sogar an, "Bridgerton", "The Mandalorian", "Peaky Blinders" und anderen Serien-Hits mehr als 20 Stunden in der Woche zu widmen. Der Anteil an Menschen, die Videostreamung überhaupt nicht nutzen, sei unterdessen von 29 auf 21 Prozent gesunken.

Auch Online-Shopping habe massiv zugenommen. Im Schnitt wurden demnach vor der Pandemie rund 16 Prozent aller Waren online gekauft - Lebensmittel ausgenommen. Mittlerweile seien es mit 37 Prozent mehr als doppelt so viele. Elf Prozent gaben sogar an, während der Pandemie mehr als 80 Prozent ihrer Produkte online zu kaufen.

Und auch Videochats und -konferenzen im privaten Bereich haben deutlich zugenommen, ist es derzeit doch oft nur schwer oder gar nicht möglich, sich mit Familie oder Freunden zu treffen. Die Nutzung lag demnach vor der Krise bei 0,6 Stunden in der Woche. Mittlerweile sind es 3,3 Stunden. 65 Prozent gaben zudem an, vor Corona überhaupt nicht auf Videotelefonie gesetzt zu haben. Hier sind es nun noch 38 Prozent.

Zudem geben die Menschen deutlich mehr Geld für Technik aus. So gaben nur zwei Prozent an, 2020 weniger Geld für digitale Technologien ausgegeben zu haben, während 21 Prozent schätzen, dass es ungefähr gleich viel gewesen sei. 28 Prozent haben eigenen Angaben zufolge jedoch etwas mehr Geld ausgegeben und 37 Prozent deutlich mehr. Die Befragten schätzen, im vergangenen Jahr im Durchschnitt 482 Euro mehr investiert zu haben - darunter etwa für Hardware-Neuanschaffungen, schnelleres Internet, Streaming oder kostenpflichtige Fitness-Apps.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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