Weltlage und Konsumsorgen drücken bei Shein aufs Geschäft

Erstmals seit dem Börsenstart am 1. September gibt der Online-Händler Shein Zwischenergebnisse bekannt. Die Anleger sind enttäuscht.
dpa |
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Shein hatte am 1. September sein lange erwartetes Börsendebüt vollzogen. (Archivbild)
Shein hatte am 1. September sein lange erwartetes Börsendebüt vollzogen. (Archivbild) © Chan Long Hei/AP/dpa
Hongkong

Eine unsichere Weltlage und schwierige Konsumbedingungen drücken auf das Geschäft der Shoppingplattform Shein. Wie der Modehändler an der Hongkonger Börse mitteilte, waren die ersten sechs Monaten dieses Jahres von "geopolitischer Komplexität und sich wandelnder Handelspolitik" bestimmt. Hinzu kam demnach, dass Verbraucher mit einer höheren Inflation konfrontiert waren. 

Die Probleme spiegelten sich auch in den Zahlen wider. In dem Bericht meldete Shein für das erste Halbjahr einen Rückgang im Betriebsergebnis von rund 53 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitraum. Die Kennzahl gibt Aufschluss über den Erfolg eines Unternehmens. Firmengründer Xu Yangtian, auch bekannt als Chris Xu, betonte in der Mitteilung, dass trotz der globalen Lage die Zahl der Bestellungen und die Erlöse gestiegen seien. 

Aktie im Minus

Die Aktie des Ultra-Fastfashion-Händlers gab am Dienstag an der Hongkonger Börse deutlich um zeitweise rund zwölf Prozent nach. Damit erreichten die Anteile des in China gegründeten und mittlerweile in Singapur ansässigen Unternehmens nach dem Börsendebüt am 1. September einen Tiefpunkt. 

Schon zum Börsenauftakt waren Sheins Anteile damals ins Minus gerutscht. Steigende Logistikkosten bedingt durch die Lage im Nahen Osten und neue Zollregelungen in den USA und Europa waren damals schon ein Problem. In der EU gilt außerdem ab dem 1. November eine neue Bearbeitungsgebühr für Importe aus Drittländern, mit der Brüssel die Flut an Billigpaketen eindämmen will. Die neuen Regeln dürften auch Shein und andere Onlinehändler wie Temu oder AliExpress betreffen. 

Shein blickt auf viertes Quartal

Nach eigenen Angaben rechnet Shein für die zweite Jahreshälfte weiter mit Herausforderungen durch Zölle und schwankenden Frachtkosten. Mehr Bestellungen erwartet das Unternehmen dann wieder im vierten Quartal unter anderem durch die Weihnachtszeit oder Aktionen wie den "Black Friday".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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