Weinstein-Prozess: Mutmaßliche Opfer gründen Instagram-Kanal

Mutmaßliche Opfer von Film-Produzent Harvey Weinstein haben einen neuen Instagram-Kanal gegründet. Damit wollen die "Silence Breakers" Zeuginnen unterstützen, die im Prozess gegen Weinstein aussagen.
| (atj/spot)
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Harvey Weinstein am Mittwoch beim Verlassen des Strafgerichts von Manhattan, New York
imago images/ZUMA Press Harvey Weinstein am Mittwoch beim Verlassen des Strafgerichts von Manhattan, New York

27 mutmaßliche Opfer von Film-Produzent Harvey Weinstein (67) haben unter dem Namen "Silence Breakers" einen neuen Instagram-Kanal gegründet. Mit dem Account "_nolongersilent" will die Gruppe Zeuginnen beistehen, die im Prozess aussagen. Das Verfahren gegen den 67-Jährigen, dem schwere Sexualverbrechen vorgeworfen werden, ist am 6. Januar eröffnet worden und dauert voraussichtlich zwei Monate, am Mittwoch begannen die Auftaktplädoyers.

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"Wir sind solidarisch mit Annabelle Sciorra, Mimi Haleyi, Dawn Dunning und allen Frauen, die mutig im Gericht gegen Harvey Weinstein aussagen werden", heißt es in dem Instagram Statement. "Ab heute wird er endlich gezwungen sein, seinen Klägern ins Gesicht zu schauen und sich den Konsequenzen seiner monströsen Verbrechen zu stellen." Man wolle solange über Erlebtes berichten, bis das "Serien-Raubtier" sein Urteil bekomme.

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Larissa Gomes, die Weinstein 2018 wegen sexueller Belästigung verklagt hatte, äußerte sich namentlich auf dem Kanal: "Seit 2001 bin ich eine Harvey-Weinstein-Überlebende. Heute bin ich stärker als ich es je vermutet hätte", schreibt die Schauspielerin. Mit ihren Berichten wolle sie sich dafür einsetzen, dass künftige Generationen "sicherere Arbeitsbedingungen" hätten und Gesetze geändert würden, die dies verhinderten.

Das Statement kommentierten unter anderem die Schauspielerinnen Ashley Judd (51), Rosanna Arquette (60) und Rose McGowan (46) mit "Gefällt mir". Möglicherweise gehören sie zu den Gründerinnen des Kanals. Beim Prozessauftakt Anfang Januar hatten sich Arquette und McGowan gemeinsam mit anderen Frauen vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan versammelt. Mehr als 100 Frauen werfen dem Produzenten sexuelle Übergriffe oder gar Vergewaltigung vor, darunter Stars wie Angelina Jolie (44) und Gwyneth Paltrow (47). Weinstein weist bisher alle Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

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