Urteil: Telekom darf Netzanzeige nicht für Werbung nutzen

Plötzlich stand "Im besten Netz" statt "telekom.de" auf dem Handy: Manche Kunden fragten sich, ob mit ihrem Gerät etwas nicht stimmt. Was das Landgericht Köln an der Werbeaktion beanstandete.
dpa |
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Die Telekom darf in ihrem Mobilfunknetz die Netzanzeige nicht durch einen Werbeslogan ersetzen, hat das Landgericht Köln entschieden. (Symbolbild)
Die Telekom darf in ihrem Mobilfunknetz die Netzanzeige nicht durch einen Werbeslogan ersetzen, hat das Landgericht Köln entschieden. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa
Berlin/Bonn

Das Landgericht Köln hat der Telekom verboten, die Netzanzeige "telekom.de" auf dem Handybildschirm seiner Kunden durch einen Werbeslogan zu ersetzen. Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen mitteilte, hatte der Mobilfunkanbieter im Januar bei vielen Kunden im Rahmen einer Werbekampagne die gewohnte Netzkennung durch den Werbeslogan "Im besten Netz" ersetzt. Die Verbraucherschützer sahen darin eine unlautere Werbeaktion und verklagten die Telekom Deutschland GmbH.

Das Gericht gab dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Recht. Die Werbegestaltung der Telekom sei eine "unzumutbare Belästigung von Marktteilnehmern", heißt es im Urteilstext (LG Köln vom 17.09.2026, Az. 33 O 55/26). Das Urteil ist laut vzbv nicht rechtskräftig. Die Telekom hat nach Angaben des Verbandes Berufung zum OLG Köln eingelegt.

"Die Telekom hat die Netzkennung als Werbeplattform missbraucht und dadurch viele Verbraucher:innen belästigt. Einige waren verunsichert und haben sich gefragt, ob etwas mit dem Netz oder ihrem Handy nicht stimmt", erklärte Jana Brockfeld von der vzbv-Abteilung Rechtsdurchsetzung laut der Mitteilung. Die Werbung sei Kundinnen und Kunden auf dem Display ihres Smartphones aufgezwungen worden, "sie ließ sich nicht einmal deaktivieren".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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