Smudo kündigt Veröffentlichung des Codes der Luca-App an

Die Anti-Corona-App Luca stellt auf Open Source um. Das gab Säger Smudo von den "Fantastischen Vier" bekannt. Zuvor hatten Datenschützer die Anwendung kritisiert.
| (rto/spot)
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Smudo bei "Anne Will"
Smudo bei "Anne Will" © imago images/Jürgen Heinrich

Die Anti-Corona-App Luca soll eine möglichst schnelle und reibungslose Kontaktnachverfolgung gewährleisten. Doch Datenschützer hatten unter anderem immer wieder kritisiert, dass der Quellcode der App bislang nicht veröffentlicht wurde. Diesem Wunsch kommen die Entwickler nun nach. Das kündigte Smudo (52) von den Fantastatischen Vier ("Populär") an, die neben dem Berliner Start-up neXenio, dem Hasso-Plattner-Institut und der Bundesdruckerei ebenfalls an der App beteiligt sind.

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"Wir haben uns ein bisschen davon überholen lassen, dass wir anfangen, öffentliche Struktur zu werden, und müssen den Quellcode noch offenlegen - da sind wir jetzt gerade dran. Wir hoffen, dass wir den Code in den nächsten zwei Wochen veröffentlichen können ", so der Sänger im Interview mit dem Sender Phoenix. Mit Mecklenburg-Vorpommern hat sich bereits ein Bundesland trotz der Kritik für den Einsatz der App entschieden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46) gab heute (12. März) bekannt, dass das Land die Lizenz für die Anwendung erworben habe und die Gesundheitsämter des Landes daran angeschlossen werden.

So funktioniert die Luca-App

Das Grundprinzip der App ist eigentlich einfach: Ein Nutzer gibt seine Daten einmalig in der App an und erhält einen seinem Smartphone zugeordneten QR-Code, der sich minütlich ändert. In einer Konzert-Location, im Restaurant oder auch bei einem Treffen mit Freunden kann er damit einchecken. Später wird der Nutzer wieder automatisch ausgecheckt. So entsteht fast automatisch ein ausführliches Kontakttagebuch.

Kommt es nun zu einer Infektion, kann der User die Daten freiwillig an ein angebundenes Gesundheitsamt weiterleiten, das im Gegenzug zügig gefährdete Kontakte informieren kann. So müssen etwa nicht mehr tausende Zettel mit Kontaktinformationen abgearbeitet werden. Die Daten selbst soll laut Angaben der Entwickler nur das Gesundheitsamt einsehen können, nicht einmal das Team hinter Luca habe Zugriff. Um diese Daten auslesen zu können, werden drei Teile eines Schlüssels benötigt - der des Nutzers, der des Gastgebers und der des Gesundheitsamts.

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