OpenAI-Rivale Anthropic nimmt nächste Branchen ins Visier

KI preschte bisher nur punktuell in den Büroalltag vor. Vom OpenAI-Rivalen Anthropic gibt es nun Software, die in weiteren Branchen Menschen Konkurrenz machen soll.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die KI-Software Claude ist nun auch besser bei Finanzanalyse und der Suche nach Programm-Schwachstellen. (Archivbild)
Die KI-Software Claude ist nun auch besser bei Finanzanalyse und der Suche nach Programm-Schwachstellen. (Archivbild) © Andrej Sokolow/dpa
San Francisco

Im Wettlauf der KI-Entwickler weitet der OpenAI-Rivale Anthropic die Fähigkeiten seiner Software Claude auf mehr Bereiche aus. Mit der neuen Version Opus 4.6 soll Claude unter anderem auch Aufgaben der Finanzanalyse übernehmen können. Dafür werte Claude etwa Unternehmensdaten, Pflichtmitteilungen und Marktinformationen aus, wie Anthropic erläuterte. 

Aktien von Finanzanalyse-Firmen verbuchten nach Vorstellung der neuen KI-Software zum Teil deutliche Kursverluste. Vergangene Woche hatte Anthropic mit einem Angebot für juristische Dienstleistungen bereits ein Kursrutsch bei Spezialisten für klassische Software in dem Bereich ausgelöst.

Aufspüren von Software-Schwachstellen

Claude Opus 4.6 ist laut Anthropic auch besser darin, Sicherheitslücken in Software zu finden. So habe die KI mehr als 500 bisher nicht bekannte schwerwiegende Schwachstellen in Sammlungen von Open-Source-Programmen entdeckt, hieß es. Anthropic hatte zuvor allerdings auch davor gewarnt, dass Online-Angreifer ebenfalls auf Künstliche Intelligenz für ihre Attacken setzen.

Der ChatGPT-Erfinder OpenAI veröffentlichte unterdessen fast zur gleichen Zeit eine verbesserte Version seiner KI-Software zum Programmieren. GPT-5.3-Codex sei auch das erste Modell, das maßgeblich an seiner eigenen Entwicklung beteiligt gewesen sei, hieß es.

KI-Rivalität

OpenAI und Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen. Aktuell setzt die Branche auf sogenannte KI-Agenten, die eigenständig mehrstufige Aufgaben erledigen können. Bisher veränderte KI vor allem das Programmieren von Software. Früher mussten Menschen den Software-Code weitgehend selbst schreiben. Inzwischen wird dieser zu großen Teilen von KI erstellt und von den Mitarbeitern geprüft.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.