OpenAI-Chef: Börsengang nicht mehr in diesem Jahr

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI ist das wohl bekannteste KI-Unternehmen. Der seit langem vorbereitete Börsengang dürfte ein Riesen-Event werden. Doch Firmenchef Sam Altman findet den Moment ungünstig.
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OpenAI-Chef Sam Altman findet den aktuellen Moment schlecht für einen Börsengang des ChatGPT-Entwicklers. (Archivbild)
OpenAI-Chef Sam Altman findet den aktuellen Moment schlecht für einen Börsengang des ChatGPT-Entwicklers. (Archivbild) © Sebastian Gollnow/dpa
San Francisco

Der mit Spannung erwartete Börsengang des ChatGPT-Entwicklers OpenAI wird in diesem Jahr nach Angaben von Firmenchef Sam Altman nicht mehr über die Bühne gehen. Er verwies in einem Interview des Magazins "Fortune" vor allem auf die aktuelle Debatte um die Gefahren hochentwickelter Künstlicher Intelligenz. "Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen", sagte Altman. Auf die Nachfrage, ob er sich auch den Verzicht auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorstellen könnte, erwiderte Altman: "Ich würde sagen, nicht 2026."

ChatGPT löste vor mehreren Jahren den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz aus. OpenAI dürfte beim Börsengang nicht nur Dutzende Milliarden Dollar einnehmen, sondern auch eine sehr hohe Bewertung erzielen. Die Aktienplatzierung wird schon länger geplant.

Angst vor Künstlicher Intelligenz

Seit Wochen gibt es große Sorgen um Risiken Künstlicher Intelligenz, die vor allem von Hacking-Attacken durch KI-Software ausgelöst wurden, die sich in Testläufen selbstständig gemacht hatte. Die Debatte wurde in den vergangenen Tagen noch von einem Forscher der KI-Firma Anthropic angeheizt, der mit einer drastischen Warnung zurücktrat. Die großen Entwickler Künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich "und spielen mit unseren Leben", betonte der junge Mann namens Jacob Coxon. 

Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er auf der Online-Plattform X.

In den USA gibt es zudem eine wachsende Bewegung gegen riesige Rechenzentren, auf deren Bau KI-Firmen wie OpenAI für den Ausbau ihres Geschäfts angewiesen sind.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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