Nvidia steigt bei Ärzteplattform Doctolib ein

Der Chipgigant Nvidia wird Minderheitsaktionär bei der Ärzteplattform Doctolib. Das französische Unternehmen will damit seine KI-Lösungen für Arztpraxen und Patienten weiterentwickeln.
dpa |
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Der Chipriese Nvidia steigt als Minderheitsaktionär bei der Ärzteplattform Doctolib ein. (Archivbild)
Der Chipriese Nvidia steigt als Minderheitsaktionär bei der Ärzteplattform Doctolib ein. (Archivbild) © Christophe Gateau/dpa
Berlin

Der US-Chiphersteller Nvidia steigt bei der französischen Ärzteplattform Doctolib als Minderheitsaktionär ein. Das teilte Doctolib-Chef Stanislas Niox-Chateau am Abend in Paris mit. "Diese Investition wird es uns ermöglichen, schneller KI-Talente zu gewinnen und unsere Entwicklung voranzutreiben", betonte er. Wie viele Anteile Nvidia übernimmt, blieb zunächst offen. 

Mit dem Einstieg von Nvidia will Doctolib die eigenen auf Künstlicher Intelligenz basierenden Lösungen und Modelle in Europa weiterentwickeln, wie das Unternehmen mitteilte. Doctolib ist in Deutschland vor allem für seine Online-Plattform bekannt, über die Patientinnen und Patienten Termine bei Arztpraxen buchen können. 

Ein weiteres Kernprodukt ist der KI-Telefonassistent, mit dem Arztpraxen ihre Termine auch telefonisch organisieren können. Das Unternehmen bietet darüber hinaus Lösungen für administrative und buchhalterische Aufgaben in den Praxen an. Doctolib setzt die eigenen Anwendungen dabei auf bestehende Sprachmodelle auf. Mit dem Einstieg durch Nvidia erhofft sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge Zugang zu den KI-Experten des US-Konzerns und Unterstützung beim Training der eigenen Modelle.

Nividia-Chips zentraler Motor des KI-Booms 

Nvidia wiederum ist mit seinen Chip-Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Zuletzt hatte Nvidia seine Position mit einem milliardenschweren Zukauf der KI-Plattform Hugging Face verstärkt. Der Konzern nutzt die Milliardengewinne aus seinen Chipverkäufen häufig in Investitionen - meist in Unternehmen, die Kunden des Konzerns sind.

Doctolib betonte, dass alle Gesundheitsdaten des Unternehmens auf Servern innerhalb der Europäischen Union und Großbritannien lägen und dort verblieben. "Das gilt auch für die KI-Modelle", hieß es.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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