Musks SpaceX mit Milliarden-Quartalsgewinn

Die Weltraumfirma SpaceX fuhr lange einen Milliardenverlust nach dem anderen ein. Dank Erlösen aus KI-Rechenzentren und dem Satelliten-Dienst Starlink gibt es nun schwarze Zahlen.
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SpaceX investiert neben Raketen erheblich in Künstliche Intelligenz. (Archivbild)
SpaceX investiert neben Raketen erheblich in Künstliche Intelligenz. (Archivbild) © Eric Gay/AP/dpa
Starbase

Elon Musks Weltraumfirma SpaceX hat im vergangenen Quartal nach einer langen Durststrecke einen Milliardengewinn erzielt. Auslöser waren vor allem kräftige Zuwächse im Geschäft mit Internet aus dem All sowie mit KI-Rechenzentren.

Unterm Strich verbuchte SpaceX schwarze Zahlen von 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro). Im dritten Quartal des Vorjahres hatte es noch einen Verlust von gut einer Milliarde Dollar gegeben. Der Umsatz sprang von rund 5,58 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 14,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt eher mit einem Umsatz bei 12,7 Milliarden Dollar gerechnet.

Kräftiges Plus bei Starlink und KI

Beim Internet aus dem All mit dem Satelliten-Dienst Starlink stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 69 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Zum Stichtag 30. September kam Starlink auf 13,6 Millionen Kunden. Inzwischen ist der Dienst unter anderem in 3.800 Flugzeugen verfügbar. 

Auch die Ukraine ist darauf angewiesen, um sich im russischen Angriffskrieg zu verteidigen. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs wurde mit knapp 2,37 Milliarden Dollar in etwa verdoppelt.

Die KI-Erlöse schossen von 813 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 7,56 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal hoch. Musks KI-Firma SpaceXSI baute große Rechenzentren auf, die inzwischen zum Teil für Milliarden-Zahlungen an KI-Rivalen wie Anthropic vermietet werden. Die KI-Sparte warf einen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar ab nach roten Zahlen von 1,7 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Der Umsatz im Geschäft mit Raketenstarts legte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 1,77 Milliarden Dollar zu.

Auf und Ab für Aktie

SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar gab sich Musks Unternehmen zum Debüt eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar. Das stand in krassem Kontrast zum aktuellen Geschäft - aber SpaceX rechtfertigte die Bewertung mit großen Plänen bei Künstlicher Intelligenz. 

In den ersten Wochen nach dem Börsengang stieg der Kurs - angetrieben unter anderem vom Interesse von Privatanlegern - bis auf gut 225 Dollar. Danach war die Aktie zwischenzeitlich unter den Ausgabepreis gerutscht. In einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel legte der Kurs um 1,5 Prozent auf rund 150 Dollar zu.

SpaceX ist in den vergangenen Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm geworden. Aktuell investiert die Firma in großem Stil in die große Rakete Starship. Sie soll es deutlich günstiger machen, Nutzlast ins All zu bringen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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