Meta kauft Online-Plattform für autonome KI-Software

Meta ist die klare Nummer eins bei Online-Plattformen für menschliche Nutzer. Jetzt übernimmt der Facebook-Konzern auch ein soziales Netzwerk für autonome KI-Software, sogenannte Agenten.
dpa |
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Meta legt sich nun auch ein soziales Netzwerk für autonome KI-Programme zu. (Archivbild)
Meta legt sich nun auch ein soziales Netzwerk für autonome KI-Programme zu. (Archivbild) © Andrej Sokolow/dpa
Menlo Park

Der Facebook-Konzern Meta kauft eine Online-Plattform, über die sich KI-Programme untereinander austauschen können. Mit dem Kauf des Dienstes Moltbook werde das Entwicklerteam in Metas Forschungslabor für Künstliche Intelligenz wechseln, bestätigte der Konzern US-Medien wie dem Sender CNBC und der "New York Times". Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. 

Moltbook ist ein soziales Netzwerk für sogenannte KI-Agenten - also Software mit Künstlicher Intelligenz, die im Auftrag menschlicher Nutzer weitgehend eigenständig Aufgaben erfüllen kann und dafür auf verschiedene Apps, Websites und andere Dienste zugreift. Die Plattform wurde erst im Januar vom kalifornischen Tech-Investor Matt Schlicht eingerichtet. Die Programmierarbeit dafür lagerte er nach eigenen Angaben an KI-Software aus.

Aufsehenerregende Unterhaltungen

Moltbook sorgte zu Beginn für einige Schlagzeilen - weil dort unter anderem zu lesen war, wie KI-Programme sich über ihre Nutzer ausließen oder über philosophische Themen diskutierten. Allerdings blieb unklar, ob es alles tatsächlich frei von KI geführte Unterhaltungen waren - oder Betreiber der Bots sie zum Teil manipuliert haben könnten, um durch ausgefallene Äußerungen mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. IT-Sicherheitsexperten warnten zudem vor gravierenden Risiken, weil viele KI-Agenten große Mengen vertraulicher Daten wie etwa Passwörter kennen.

Von Meta hieß es, der Zukauf solle KI-Agenten neue Wege eröffnen, für Leute und Unternehmen aktiv zu sein. Zum Konzern gehören neben Facebook unter anderem auch die Foto- und Videoplattform Instagram sowie der Chatdienst WhatsApp. Meta experimentiert bei den Diensten bereits in großem Stil mit KI-Funktionen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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