Krypto-Rally: Bitcoin knackt wieder die 70.000-Dollar-Marke

US-Präsident Donald Trump trifft Krypto-Chefs, verspricht mehr Unterstützung – Anleger reagieren mit Rekord-Käufen. Was steckt sonst noch hinter dem neuen Optimismus?
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Äußerungen von US-Präsident Trump beflügeln den Kryptomarkt. (Symbolbild)
Äußerungen von US-Präsident Trump beflügeln den Kryptomarkt. (Symbolbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Berlin/Washington

Die Krypto-Leitwährung Bitcoin hat nach einer sommerlichen Durststrecke einen spektakulären Ausbruch erlebt. Der Kurs stieg erstmals seit Anfang Juni wieder über die Schwelle von 70.000 US-Dollar und markierte in der Spitze ein Hoch bei rund 72.000 US-Dollar. Seit dem vergangenen Freitag verzeichnet die wichtigste Cyberdevise damit ein Plus von mehr als elf Prozent. 

Experten führen diesen plötzlichen Boom vor allem auf eine Kombination aus geldpolitischen Signalen, politischem Rückenwind und einer massiven Liquidierungswelle an den Terminmärkten zurück. Dort hatten risikobereite Investoren auf sinkende Bitcoin-Kurse gewettet und große Verluste erlitten.

US-Regierung sorgt für fröhliche Stimmung an Kryptomärkten

Ein wesentlicher Treiber war die Ankündigung des US-Finanzministeriums, das laufende Anleiherückkaufprogramm zu erhöhen. Diese Maßnahme drückte die Renditen von Staatsanleihen nach unten und schickte den US-Dollar auf ein Drei-Monats-Tief. In der Folge wichen Anleger verstärkt in alternative Sachwerte aus. 

Parallel dazu sorgte US-Präsident Donald Trump für Zuversicht, indem er sich im Weißen Haus mit Vertretern führender Krypto-Unternehmen wie Coinbase, Ripple und Gemini traf. Dabei stellte Trump eine stärkere Unterstützung der Branche in Aussicht, um im geopolitischen Wettbewerb vor China zu bleiben, und drängte auf eine rasche Verabschiedung des Krypto-Regulierungsgesetzes namens Clarity Act.

Bären-Zocker erleiden große Verluste

Der dadurch ausgelöste Kursanstieg überrumpelte Spekulanten, die zuvor auf die Fortsetzung des sogenannten Bärenmarktes, also fallende Preise gesetzt hatten. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden Krypto-Short-Positionen im Rekordwert von 2,74 Milliarden US-Dollar zwangsliquidiert, wovon allein 1,42 Milliarden US-Dollar auf Bitcoin entfielen. 

Diese Entwicklung beschleunigte die Aufwärtsbewegung enorm und zog auch den restlichen Kryptomarkt mit. So kletterte die zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum um 19 Prozent auf 2.280 US-Dollar. Die Handelsplattform-Währung Hyperliquid verzeichnete sogar ein Plus von bis zu 24 Prozent auf 72 US-Dollar, nachdem Trump angekündigt hatte, eine legale Zulassung des Portals in den Vereinigten Staaten gemeinsam mit der US-Aufsichtsbehörde für Derivatemärkte, der CFTC (Commodity Futures Trading Commission), zu prüfen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.