"Internet-Vater" Vint Cerf bei Digitalkonferenz re:publica

Buntes Treiben zehntausender Besucher rund um die Station Berlin war bislang das optische Aushängeschild der re:publica. Doch auch der Szenetreff der Internetbranche bleibt von den Folgen der Corona-Krise nicht verschont. Jetzt geht es ins Netz.
dpa |
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Internet-Pionier Vint Cerf wird an der in diesem Jahr online stattfindenden Digitalkonferenz re:publica teilnehmen.
Pawel Supernak/PAP/dpa/dpa Internet-Pionier Vint Cerf wird an der in diesem Jahr online stattfindenden Digitalkonferenz re:publica teilnehmen.

Berlin - Die Digitalkonferenz re:publica in Berlin will zusammen mit dem Internet-Pionier Vint Cerf mit einem Online-Format des Szene-Treffens experimentieren.

Am 7. Mai werde die Veranstaltung auf vier Live-Kanälen im Internet stattfinden, teilte die Veranstalter in Berlin mit. Zu den prominenten Teilnehmern der Konferenz gehört neben Cerf auch der YouTuber Rezo, der mit einem CDU-kritischen Video über sein Kern-Publikum hinaus in Deutschland zu einem Meinungsmacher aufgestiegen war. Er soll über seine Rolle als Multiplikator in einer sich wandelnden Medienwelt sprechen.

Die Konferenz und die begleitende Media Convention Berlin, die im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Besucher angezogen hatte, waren wegen der Coronavirus-Gefahr zunächst von Anfang Mai auf August verschoben worden. Nach den aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus sind inzwischen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis Ende August verboten. Daher soll es nun eine Online-Version geben.

Der Geschäftsführer der republica GmbH, Andreas Gebhard, sagte, die gesamte Event-Branche müsse sich neu erfinden. "Wir haben eine besondere Rolle, weil viele auf uns schauen." Es stehe die Frage im Raum, wie große Veranstaltungen wieder stattfinden können und mit welchem neuen Konzept. "Wir sind bereit, diesen Dialog zu führen. Wir sind aber noch nicht so weit, ein fertiges Konzept vorzulegen."

Die Eintrittskarten zu re:publica 2020 sollen für eine spätere Veranstaltung ihre Gültigkeit behalten. Gebhard betonte, um das wirtschaftliche Schicksal des Veranstalters müsse man sich keine Sorgen machen. Es sei aber ein Überbrückungskredit der Investitionsbank Berlin (IBB) in Anspruch genommen worden. "Kurzarbeit kommt für uns nicht in Frage, weil wir derzeit doppelt so viel arbeiten müssen."

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