Interesse an Funkloch-Tests sackt ab

"Die Verbindung war weg, kannst Du das noch einmal sagen?" Eine Anti-Funkloch-Woche sollte solche Sätze seltener machen. Das Interesse daran hielt sich jedoch in Grenzen.
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Wie ist mein Handyempfang? Zehntausende Menschen zückten ihr Smartphone, um diese Frage zu klären.
Wie ist mein Handyempfang? Zehntausende Menschen zückten ihr Smartphone, um diese Frage zu klären. © Wolf von Dewitz/dpa
Bonn

Bei der diesjährigen Mobilfunk-Messwoche haben deutlich weniger Menschen teilgenommen als zuvor. Waren es vor einem Jahr noch mehr als 150.000 Nutzer, die mit einer App 146 Millionen Messpunkte erfasst haben, so waren es dieses Jahr nur gut 60.000 Nutzer mit knapp 20 Millionen Messpunkten, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. 

Bei der Aktionswoche, die Ende Juni stattfand, nutzten die Teilnehmer die App Mobilfunk-Check, um die tatsächliche Übertragungsqualität vor Ort zu ermitteln. Das soll dabei helfen, Netzbetreibern einen genaueren Überblick über die Lage von Funklöchern zu verschaffen oder von Orten mit Schneckentempo beim Datentransfer, um dann besser gegensteuern zu können. Auf Breitbandmessung.de kann man nachschauen, wie die Übertragungsqualität an einem bestimmten Ort ist.

Die Mobilfunk-Messwoche sollte der App, die auch sonst genutzt werden kann, öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen und die Datenermittlung in die Höhe treiben. Dieser Plan ging nur so halbwegs auf, wie der Vergleich zum Vorjahr zeigt. Damals war es die erste bundesweite Mobilfunk-Messwoche. Möglicherweise führte dieser Premierenstatus zu einem höheren Interesse als in diesem Jahr. Immerhin war die Nutzung deutlich höher als in den Wochen davor, als nur jeweils rund zwei Millionen Messpunkte erfasst worden waren. 

Warum sinkt das Interesse so rapide?

Ein weiterer Grund für die im Vergleich zur Aktionswoche 2025 niedrige Nutzung könnte sein, dass in dem Zeitraum in einigen Bundesländern bereits die Sommerferien begonnen hatten und viele Menschen im Urlaub waren. Außerdem war es sehr heiß - manch einer blieb wohl lieber in den eigenen vier Wänden, anstatt im Wald zu wandern und dort sein Handy für Netzqualitätstests zu zücken. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die deutschen Handynetze schrittweise besser werden und der Frust über miese Verbindungen schwächer wird - deshalb sinkt womöglich auch die Bereitschaft, mit dem Handy nach Funklöchern zu suchen.

Reine Funklöcher gibt es in Deutschland laut Bundesnetzagentur auf 0,22 Prozent der Fläche - dort ist also keins der drei etablierten Handynetze von Telekom, Vodafone und O2 im schlechtesten Übertragungsstandard 2G erreichbar. Kein 4G ist auf 2,21 Prozent der Fläche empfangbar. Die Daten sind vom Dezember 2025. Mobilfunk-Netzbetreiber weisen darauf hin, dass sie auch selbst Messungen vornehmen, um die Datenübertragung zu verbessern.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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