Intel: Kapazitäts-Engpässe bremsen Wachstum

Intel sieht sich nach radikalen Einschnitten auf den Weg aus der Krise - doch Lieferengpässe bremsen das Geschäft.
dpa |
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Intel enttäuschte die Börse nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. (Archivbild)
Intel enttäuschte die Börse nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. (Archivbild) © Andrej Sokolow/dpa
Santa Clara

Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als zehn Prozent.

Finanzchef David Zinsner sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, es brauche unter anderem Zeit, die Produktionskapazitäten bei der neuen Chipgeneration von Intel hochzufahren. In dieser Situation wolle Intel in den kommenden Monaten bevorzugt die starke Nachfrage nach Technik für Rechenzentren bedienen. Der Konzern habe den Bedarf in dem Bereich bei seinen Planungen unterschätzt. 

Analyst Jay Goldberg von Seaport Research verwies im US-Sender CNBC auch auf die Knappheit bei Speicherchips, wegen der weniger PCs mit Intel-Chips gebaut werden könnten. Grund für die Engpässe ist, dass der Bedarf an Speicher für KI-Rechenzentren die Produktionskapazitäten strapaziert.

Im vergangenen Quartal übertraf Intel noch die Erwartungen der Analysten trotz eines Umsatzrückgangs und roter Zahlen. Die Erlöse fielen im Jahresvergleich um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unterm Strich gab es einen Verlust von 591 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 126 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Kursanstieg nach US-Beteiligung

Intel versucht unter dem seit knapp einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen, und gab dafür unter anderem die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Der Intel-Aktienkurs verdoppelte sich seitdem.

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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