EU nimmt ChatGPT, Reddit und Roblox an kürzere Leine

Verfahren, Rügen und Millionenstrafen: Große Online-Plattformen müssen bei Verstößen gegen EU-Gesetze mit Konsequenzen rechnen. Brüssel nimmt künftig drei weitere beliebte Angebote unter die Lupe.
dpa |
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Neben dem KI-Gesetz muss sich ChatGPT bald an weitere EU-Regeln halten. (Symbolbild)
Neben dem KI-Gesetz muss sich ChatGPT bald an weitere EU-Regeln halten. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa
Brüssel

Für den KI-Bot ChatGPT, das riesige Online-Forum Reddit und die besonders bei jungen Menschen beliebte Spieleplattform Roblox gelten bald deutliche strengere EU-Regeln. Alle drei Internetangebote haben eine entscheidende Schwelle für Nutzerzahlen überschritten und müssen dadurch etwa beim Kinder- und Jugendschutz oder der Bekämpfung rechtswidriger Inhalte das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) achten, wie aus einer Mitteilung der EU-Kommission hervorgeht. 

Der DSA soll das scharfe Schwert der EU gegen große Online-Plattformen sein und gilt seit Februar 2024. Die Brüssel Internetwächter haben auf Grundlage des Gesetzes bereits zahlreiche Verfahren etwa gegen TikTok, Facebook, Instagram, Snapchat oder große Pornoplattformen eröffnet. Gegen Elon Musks soziales Netzwerk X oder die Online-Händler Temu und AliExpress verhängte die EU-Kommission bereits Millionenstrafen, weil sich die Unternehmen nach Ansicht Brüssels trotz Ermahnungen nicht an die Regeln hielten. 

Mehr als 45 Millionen Nutzer pro Monat auf den Plattformen aktiv

ChatGPT, Reddit und Roblox haben nun nach Angaben der Europäischen Kommission vier Monate Zeit, sich auf die neuen Regeln einzustellen. Alle drei US-Unternehmen hatten die Schwelle von durchschnittlich 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzern pro Monat überschritten. Die EU betrachtet Reddit und Roblox dem Gesetz nach daher jetzt als sogenannte sehr große Online-Plattformen.

Für ChatGPT von der Firma OpenAI gilt bereits das KI-Gesetz der EU. Zusätzlich wird der Chatbot nun als sogenannte sehr große Online-Suchmaschine eingestuft und fällt damit unter den DSA.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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