Deutsche Bank: Deutschland droht Rückstand bei KI-Wandel

Die Revolution durch Künstliche Intelligenz verändert die Welt. Die Deutsche Bank warnt: Deutschland muss dringend aufholen. Zugleich sieht sie gerade im Rückstand eine wirtschaftliche Chance.
dpa |
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Deutschland steckt laut Deutscher Bank weniger als ein Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Software, Schweden hingegen rund vier Prozent. (Symbolbild)
Deutschland steckt laut Deutscher Bank weniger als ein Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Software, Schweden hingegen rund vier Prozent. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa
Frankfurt/Main

Deutschland droht nach Einschätzung der Deutschen Bank bei der Revolution durch Künstliche Intelligenz zurückzufallen. "Keine andere OECD-Nation investiert weniger in Software als Deutschland", sagte Robin Winkler, Chefvolkswirt Deutschland der Deutschen Bank, in Frankfurt. 

Deutschland stecke weniger als ein Prozent der Wirtschaftsleistung in Software, der Spitzenreiter Schweden hingegen rund vier Prozent, gefolgt von Japan und Israel. Ohne deutliche Beschleunigung werde Deutschland an Boden verlieren. Selbst wenn man Hardware-Investitionen dazu nehme, ändere sich das Bild kaum. Deutschland sei bei der Digitalisierung weiter im Rückstand. Doch die technologische Transformation werde über Deutschlands künftige Wettbewerbsfähigkeit bestimmen.

Der deutsche Mittelstand sei führend etwa im Maschinenbau, aber liege beim Einsatz von Software oft hinten, so der Ökonom. Gerade bei kleinen Firmen unter 100 Mitarbeitern sei der Rückstand bei der Digitalisierung groß.

Deutscher Rückstand als Chance 

Zugleich liege im Rückstand auch eine Chance, sagte Winkler. "In vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft sind digitale Prozesse bislang nur begrenzt verbreitet." Der Einsatz von KI könne hier besonders große Produktivitätsgewinne heben - deutlich stärker als in schon hoch digitalisierten Volkswirtschaften. Die Alterung der Gesellschaft mache Produktivitätsgewinne besonders wichtig. 

Winkler widersprach Ängsten, KI werde im großen Stil Jobs kosten. Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland sei es unwahrscheinlich, dass der Einsatz von KI zu höherer struktureller Arbeitslosigkeit führe. Künstliche Intelligenz sei ein zentraler Hebel für Wachstum, wenngleich "keine Allzweckwaffe". "Aber ohne KI wird es verdammt schwierig."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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