Dank KI-Boom: Gewinn von Chipbauer TSMC steigt um 58 Prozent

Die starke Nachfrage für Chips im Bereich Künstlicher Intelligenz kommt TSMC deutlich zugute. Doch Taiwans Chipriese spürt auch die Lage in Nahost. Welchen Einfluss hat der Konflikt auf das Geschäft?
von  dpa
Taiwans Chipriese TSMC hat zum Jahresstart einen deutlichen Gewinn verbucht. (Symbolbild)
Taiwans Chipriese TSMC hat zum Jahresstart einen deutlichen Gewinn verbucht. (Symbolbild) © David Chang/EPA/dpa

Der Boom in Künstlicher Intelligenz hat dem Chiphersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) trotz der Konfliktlage im Nahen Osten im ersten Quartal satte Gewinne beschert. Wie der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter bekannt gab, stieg der Gewinn in den ersten drei Monaten verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum um 58 Prozent. 

TSMC ist ein wichtiger Zulieferer etwa für Techkonzerne wie Nvidia und Apple. Mit den Zahlen übertrafen die Taiwaner die Erwartungen und zeigten, dass die Nachfrage nach fortschrittlichen Chips hoch bleibt. 

Auswirkungen durch Nahost-Konflikt möglich

Angesichts der angespannten Situation durch den Iran-Krieg und der volatilen Lage im Nahen Osten sagte Finanzvorstand Wendell Huang, dass die Preise für bestimmte Chemikalien und Gase steigen könnten. Dies könne sich auf die Rentabilität auswirken, obwohl "es noch zu früh ist, die Auswirkungen zu quantifizieren", sagte er. 

TSMC verstärkt laut Huang seine Strategie, Waren aus mehreren Quellen zu beziehen und seine globale Lieferantenbasis für Spezialchemikalien oder Gase wie Helium und Wasserstoff zu diversifizieren. Der Chipriese arbeite mit seinen Lieferanten zusammen, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken. "Daher erwarten wir keine kurzfristigen Auswirkungen auf unseren Betrieb hinsichtlich der Materialversorgung", sagte Huang.

Gute Aussichten für zweites Quartal

Konkret belief sich der Nettogewinn im ersten Quartal auf 572,5 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 15,4 Mrd Euro). Beim Umsatz stand ein Plus von 35,1 Prozent oder 1,13 Billionen Taiwan-Dollar zu Buche. Für das laufende zweite Quartal erwartet TSMC laut Huang einen Umsatz zwischen 39,0 bis 40,2 Milliarden US-Dollar (etwa 33,1 bis 34,1 Mrd Euro). 

Zudem will TSMC seine Investitionen erhöhen, um die Kapazitäten durch die KI-getriebene Nachfrage auszubauen, wie Unternehmenschef C.C. Wei sagte. Der Schwerpunkt liege auf fortschrittlichen Technologien zur Unterstützung der Kundeninnovationen, erklärte er.

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