Jahreshauptversammlung im Liveticker zum Nachlesen: FC Bayern lässt Katar-Antrag nicht zu

Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern 2021 im AZ-Liveticker zum Nachlesen!

| Christina Stelzl
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Herbert Hainer wurde auf der letzten Jahreshauptversammlung zum Präsidenten des FC Bayern gewählt.

Hiermit verabschieden wir uns vom AZ-Liveticker und wünschen eine gute Nacht!

Um 0:15 Uhr beschließt Hainer unter einem gellenden Pfeifkonzert die Mitgliederversammlung.

Hainer versucht die Veranstaltung zu beenden. Das Publikum buht! 

Kahn ergreift nochmal das Wort. "Der Dialog ist immer besser als Ausgrenzen und Ausschließen. Nichts passiert über Nacht. Ich habe ja gesagt, wir haben auf beiden Seiten Verbesserungsbedarf", so der ehemalige Nationaltorhüter.

Das Thema "Katar" erhitzt weiter die Gemüter. Herbert Hainer kommt kaum zu Wort. "Dialog ist in allen Lebenslagen, der beste Weg, um Menschen zusammenzubringen. Wir haben noch nicht entschieden mit Katar weiterzumachen. Den Vertrag werden wir erfüllen. Es ist noch nichts entschieden", so Bayerns Präsident. 

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Die Vorstandschaft äußert sich nun zu den Beiträgen der Mitglieder.

Neben dem Thema "Katar", bei dem es selbstverständlich wieder laut wird, spricht ein Mitglieder auch über das sportliche Geschehen und die desaströse Leistung gegen Gladbach.

Tagesordnungspunkt 10 ist an der Reihe: "Verschiedenes"

Zahlreiche Wortmeldungen stehen an...Hainer bittet wegen der fortgeschrittenen Zeit um die Einhaltung einer Redezeit von drei Minuten.

Dem Antrag wird mit über 77 Prozent zugestimmt. Der Verein muss sich an die Leitprinzipien der UN halten.

Von den Rängen hallt "FC Bayern, ole, FC Bayern, ole". Stadion-Atmosphäre in der Halle.

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Der zweite Antrag von Herrn Feinreich steht zur Abstimmung.

Es wird über den Antrag von Herrn Feinreich abgestimmt, sich für Menschenrechte und Diskriminierung einzusetzen. 639 Mitglieder haben diesem zugestimmt, 88 Nein-Stimmen bei 25 Enthaltungen.

Es kommt zur Abstimmung darüber, ob die Mitgliederversammlung zustimmen muss, sobald Anteile des Vereins an der AG unter 75% fallen. 

Für den Antrag haben 473 Mitglieder gestimmt, 236 Mitglieder dagegen, 46 Enthaltungen. Die erforderliche 3/4-Mehrheit ist somit nicht erreicht, der Antrag von Herrn Ott ist abgelehnt. 

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Immer wieder gibt es Zwischenrufe vom Publikum. Kahn schließt sich den Worten des Präsidenten an.

"Wir wollen die fünf Prozent doch gar nicht veräußern. Es könnte uns aber aus einer möglichen Schieflage helfen. Wir brauchen diese Möglichkeit, weil wir heute nicht wissen, was in Zukunft alles auf den Klub zukommt."

Hainer nochmals mit einer eindringlichen Bitte an die Mitglieder: "Wir haben jetzt noch fünf Prozent übrig. Wir wissen nicht, wie diese Pandemie ausgeht. Wir müssen handlungsfähig bleiben. Wir wollen den Klub weiter nach vorne bringen und in Infrastruktur investieren. Der Verein hat weiter das absolute Sagen. Denken Sie bitte noch einmal über diesen Punkt nach."

Präsident Herbert Hainer tritt nochmal ans Mikrofon.

Klares Ergebnis: Für den Antrag haben 268 Mitglieder gestimmt, bei 503 Nein-Stimmen und 26 Mitglieder haben sich enthalten. Die Satzung bleibt also so wie sie aktuell ist bestehen. Die Änderung wurde abgelehnt.

"Herzlichen Glückwunsch", sagt Dieter Mayer ironisch.

Es dauert ein wenig, die Abstimmung läuft.

Es wird über den Satzungsänderungsvorschlag des Präsidiums abgestimmt.

Mittlerweile sind nur noch 739 Mitglieder anwesend, einige haben sich schon verabschiedet.

Dieter Mayer verlässt das Podium und hofft auf die Zustimmung der Satzungsänderung.

Das ging schnell: Der Änderungsvorschlag von Herrn Weinreich wird angenommen und darüber abgestimmt.

Kurzer Einwand von den Vorstandskollegen: Herr Mayer hat den Vorschlag von Herrn Weinreich vergessen. Nun geht Mayer darauf ein.

Wieder ein Zwischenruf vom Publikum, donnernder Applaus von den Anwesenden im Saal.

"Am Ende spielen wir dann noch im blau-weißen Trikot", provoziert Mayer die Mitglieder. Die Stimmung ist erhitzt, Mayer kommt kaum zu Wort, immer wieder gibt es Zwischenrufe vom Publikum. 

Der Spontanantrag von Ott wird von Mayer abgewiesen, da er rechtlich nicht zulässig ist. "Ihr Spontanantrag, Herr Ott, schwieriges Terrain. Ich darf klarstellen, dass das Landgericht festgestellt hat, dass der Verein für die Katar-Entscheidung nicht zuständig ist. Der Spontanantrag ist nicht von unserer Satzung gedeckt. Es ist geregelt, dass Anträge in der Versammlung nur abgestimmt werden, wenn er von der Tagesordnung gedeckt ist", erklärt Mayer. 
Viele "Buh"-Rufe vom Publikum!!!! "Ja, was ist denn?! Ich werde nicht zulassen, dass wir hier über rechtswidrige Anträge abstimmen." 

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Der Antrag von Ott, dass ein Mitglied angehört werden muss, wird mit in die Satzung aufgenommen.

 

Nun tritt Dieter Mayer ans Mikrofon. 

Er geht auf die Gegenvorschläge ein, der Verein setze sich seiner Meinung nach für Werte wie Menschenrechte ein. Dafür kassiert er Pfiffe vom Publikum. "Dann haben wir eben eine unterschiedliche Betrachtungsweise", so Mayer.

Dieser Antrag lief harmonisch und ohne Zwischenrufe ab! Herr Weinreich beantragt, dass virtuelle Mitgliederversammlungen nur in äußersten Notfällen abgehalten werden. Eine Jahreshauptversammlung müsse grundsätzlich in Präsenz durchgeführt werden.

Nun kommt der dritte Antragssteller nach vorne: Herr Weinreich stellt einen Antrag zu einer virtuellen Mitgliederversammlung. Er hoffe, "dass dieses Thema nicht so kontrovers" diskutiert werde.

Sein zweiter Antrag lautet, dass die Mitglieder erst zustimmen müssen, sobald der Verein Anteile der AG von mehr als 25 Prozent verkaufen möchte. "Der FC Bayern ist ein Verein, in dem die Mitglieder Rechte haben",  erklärt Ott. Das müsse ein Investor im Falle einer angestrebten Zusammenarbeit mit dem Klub beachten.

Ott lobt das Präsidium, dass Menschenrechte und Toleranz mit aufgenommen werden sollen. "Da ist aber noch ein Passus drin, der das Vorschlagsrecht der Mitglieder betrifft", so Ott. Ein abgelehnter Antrag müsse 66 Prozent Zustimmung erreichen. "Das setzt die Hürden extrem hoch, ist abschreckend und undemokratisch", kritisiert Ott. Es sei absurd, ein Gremium darüber entscheiden zu lassen, ob ein Antrag zulässig sei oder nicht. "Es kann nicht das Ziel sein, dass sich die Mitglieder entmündigen. Deshalb bitte ich für Zustimmung zu diesem Alternativ-Vorschlag."

Der Spontanantrag wird in Tagesordnungspunkt 10 erörtert. Ott stellt weitere Anträge vor. 

 

Es gibt ein Wortgefecht zwischen Mayer und Ott - dazu viele Pfiffe vom Publikum für Mayer. Hitzige Stimmung im Audi Dome!

Es geht dabei, wie nicht anders zu erwarten, um den Katar-Antrag. "Sponsoring-Verträge mit dem Qatar Airways und dem Emirat Katar sollen mit sofortiger Wirkung beendet oder nicht verlängert werden", erklärt Ott.

Jetzt kommt Herr Ott auf die Bühne und stellt einen Spontanantrag.

Mit viel Applaus vom Publikum verlässt Feinauer das Podium.

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"Ich habe beantragt, dass die Satzung um zwei Sätze erweitert wird: Der Klub bekennt sich zu allen internationalen Menschenrechten und setzt sich für diese Rechte ein", fordert Feinauer. Auch die Leitprinzipien der UN sollen vom Verein verfolgt werden.

Feinauer wird von Mayer unterbrochen,  das Katar-Thema soll erst unter Tagesordnungspunkt 10 besprochen werden. 

Er kritisiert, dass der FC Bayern einen gemeinsamen Austausch bezüglich des Katar-Sponsorings bisher ausgeschlagen hat.

Herr Feinauer wird aufgerufen seinen Antrag am Rednerpult vorzutragen.

Der vorletzte Tagesordnungspunkt steht an: Anträge. Dieter Mayer übernimmt die Leitung und bittet die Antragsteller sich bereit zu halten.

Zum Abschluss bedankt sich Dreesen bei seinen Vorstandskollegen für die gute gemeinsame Arbeit in den letzten Jahren. Auch Rummenigge erwähnt Dreesen explizit: Es sei eine Freundschaft über die Jahre entstanden.

Der Personalaufwand ist hingegen von 314,8 auf 348,9 Millionen Euro angestiegen.

Bis zu 155 Millionen Euro hat der FC Bayern im Geschäftsjahr 2020/21 durch Corona weniger eingenommen. Die Erfolge aus der Vorsaison haben allerdings noch größere Verluste verhindern können. 

Rekordeinnahmen gab es im Merchandising: Hier ist die Zahl von 91,8 auf 100,3 Millionen Euro gestiegen. Dreesen sieht hier noch "weitere Erlös-Potenziale".

Durch Sponsoring und Vermarktung hat der FC Bayern im vergangenen Geschäftsjahr 206,7 Millionen Euro eingenommen. Hier spricht Dreesen einen großen Dank an die Partner für die Treue aus.

Für die Saison 2019/20 gibt es einen Jahresüberschuss (nach Steuern) von 9,8 Millionen, für das Jahr 2020/21 ein Überschuss von 1,9 Millionen Euro.

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Dreesen: Zwar seien "die Zahlen rückläufig", dennoch verzeichnet der FC Bayern trotz Corona einen Gewinn. Der Verein habe "sauber gewirtschaftet".

Nun gibt Jan-Christian Dreesen einen Überblick über die Finanzen.

Nach Dankesworten an die Kollegen gerichtet, verlässt Kahn mit den Worten: "Bleiben sie gesund", das Podest.  

Kahn glaubt an den 10. Meistertitel in Folge: "In den europäischen Top-Ligen gibt es keine Mannschaft, die das je erreicht hat", so der Titan. Auch in der Champions League sei einiges möglich mit dieser Mannschaft.

Ein großer Wunsch von Kahn ist es: "Wir alle wollen den Sport wieder so erleben wie vor der Pandemie. Der FC Bayern ruht sich nie aus. All diese Trophäen sind für Euch, für das Herz des FC Bayern München."

Auch Nagelsmann wird von Kahn gelobt. Der Fußball mache unter ihm "Spaß". Die Bayern-Mentalität habe Nagelsmann sofort angenommen.

Viel Applaus vom Publikum erhält Kahn für seine Aussagen zur europäischen Superliga: 

"Die Idee einer europäischen Superliga ist völlig zurecht innerhalb von nur 48 Stunden kollabiert. Denn das wäre das Ende des Fußballs gewesen - so wie wir ihn kennen und lieben." 

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Der Vorstandsvorsitzende plädiert dafür, dass sich jeder impfen lässt. Allerdings gebe es in Deutschland keine Impfpflicht und somit sei die Entscheidung jedes Einzelnen zu respektieren. "Joshua ist ein verantwortungsvoller Weltklassespieler, der alles für die Mannschaft gibt. Es geht ihm zum Glück gut. Wir hoffen, dass er sehr schnell wieder zur Mannschaft stoßen kann", so Kahn.

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Auch in Kahns Rede darf das Wort "Corona" natürlich nicht fehlen: Dass Bayern am Samstag gegen Bielefeld nur vor knapp 19.000 Zuschauern spielen könne "ist bitter". 

Selbstverständlich gibt es auch vom Titan ein Plädoyer für Robert Lewandowski. Kahn reist mit Lewandowski am Montag zur Gala.

"Robert Lewandowski hat nur 29 Spiele für die 41 Tore gebraucht. Damit hat er eine Bestmarke gestellt, die nie mehr gebrochen wird, außer vielleicht von ihm selbst", sagt Kahn. Einen anderen Sieger als Lewandowski, "würde mich zutiefst enttäuschen. Keiner verdient es mehr als er".

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Natürlich bleibt auch Flick von Kahn nicht unerwähnt: "Mein Dank gilt auch Hansi Flick und seinem Team. Dank dieses Teams haben wir alles erreicht." Mit ihm als Bundestrainer traue er der deutschen Nationalmannschaft einiges zu.

Auch der Titan bedankt sich bei den ehemaligen Spielern Alaba, Boateng und Co. "Für solch eine Serie braucht man eine Achse von Spielern. Spieler, die den Anspruch haben, Spitzenleistungen zu wiederholen. Ich möchte mich bedanken bei den Spielern, die uns verlassen haben und diese Ära mitgeprägt haben. Vielen Dank für alles, was ihr für diesen Klub geleistet habt", so Kahn.

Neun Mal in Folge konnte der FC Bayern die Deutsche Meisterschaft gewinnen: Sein Sohn kenne gar keinen anderen Titelträger!

Allerdings haben, im Gegensatz zu seinem Champions-League-Sieg 2001, die Anhänger gefehlt: "Beim CL-Triumph war es einerseits ein Riesenerfolg, andererseits war es auch gespenstisch, in einem leeren Stadion. Es hat sich bei aller Freude für den Titel hat es sich angefühlt wie ein Fest ohne die Familie. Der Kern hat gefehlt, ihr habt gefehlt."

 

"Das Ergebnis der Saison 19/20 kennen wir alle. Wir haben zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Triple geholt. Es war sportlich mehr als einzigartig. Der gesamte Klub hat in dieser Zeit alles reingeworfen in dieser schwierigen Zeit. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, dafür dass wir heute stark und kerngesund dastehen", so Kahn.

Für Kahn war es wie Heimkommen, als er vor anderthalb Jahren Vorstandsmitglied des FC Bayern wurde.

Weiter geht's! Erstmals an diesem Abend spricht Oliver Kahn am Mikrofon. Tagesordnungspunkt 8, der Bericht des Vorstands der FC Bayern München AG.

Es folgt TOP 7: Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den Jahresabschluss 2021/22.

Die Rein Hambrecht Singer GmbH wird von den Mitgliedern im Amt bestätigt.

Erneut darf abgestimmt werden, dieses Mal für den Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss 2020/21. Der Wirtschaftsprüfer erhält nachträglich die Rechtmäßigkeit durch die Anwesenden ausgesprochen.

17 Nein-Stimmen und 23 Enthaltungen, das Präsidium ist damit auch für das Geschäftsjahr 2020/21 mit überwältigender Mehrheit entlastet.

Es folgt Tagesordnungspunkt 5, die Entlastung des Präsidiums für das Geschäftsjahr 2020/21.

13 Nein-Stimmen und 23 Enthaltungen - das Präsidium ist für das Geschäftsjahr 2019/20 mit deutlicher Mehrheit entlastet.

780 Mitglieder sind heute im Audi Dome anwesend.

Die Abstimmung zur Entlastung des Präsidiums für das Jahr 2020 folgt. Marcus Preißinger leitet das Prozedere.

Karl Singer betritt das Podium und beantragt die Entlastung des Präsidiums für das Geschäftsjahr 2019/20 sowie für 2020/21.

Der Bericht von Mennekes ist beendet. Nun kommt es zu TOP 3  Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über den Jahresabschluss 2019/20 und 2020/21.

Mennekes dankt allen Abteilungen für ihr soziales Engagement.

Erstmals in der Geschichte treten drei Teams der Tischtennis-Abteilung des FC Bayern in den Bundes-Spielligen an.

Kleiner Einschub: Trotz Pausenführung verlieren die Bayern Basketballer bei ZSKA Moskau mit 74:77. 

Auch die Schiedsrichterabteilung der Bayern leistet einen großen Beitrag zum Breitensport.

Mennekes spricht nun über den Breitensport beim FC Bayern. Auch in den Sportarten Kegeln, Handball und Schach sind die Münchner sehr erfolgreich.

Nun betritt der 2. Vizepräsident Walter Mennekes die Bühne.

"Die Bilanz weist ein Eigenkapital von 138 Millionen Euro aus", fährt Mayer fort. Der Bayern-Campus ist zudem komplett abbezahlt.

Der FC Bayern zählt zu den drei wertvollsten Klubs der Welt. "Wir sind alle stolz, Mitglied dieses Vereins zu sein, um den uns die ganze Welt beneidet", so Mayer. Ein kleiner Seitenhieb gegen Mitglied Michael Ott, der zuletzt erklärt hatte, sich für seinen Verein zu schämen.

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"Wir müssen den Gürtel deutlich enger schnallen", startet Mayer. "Die nicht enden wollenden Pandemie-Situation stellt uns alle vor schwierige Aufgaben und hält uns permanent auf Trab." Dennoch: Die Mitgliederzahl ist trotz der Corona-Krise weitestgehend konstant geblieben.

Hainer tritt ab, der erste Tagesordnungspunkt ist beendet: Nun folgt Vizepräsident Dieter Mayer mit dem Rechenschaftsbericht der über die Geschäftsjahre 2019/20 und 2020/21. "Finanzen sind nicht das Spannendste, aber ohne Finanzen findet das Spannende nicht statt", so Mayer.

Auch Robert Lewandowski bleibt in Hainers Rede nicht unerwähnt. Er wünscht dem Polen viel Erfolg bei der "Ballon d'Or"- Gala am Montagabend, bei der Lewandowski nach dem Weltfußballer-Titel greift. "Er hat den Titel verdient und wir würden ihn ihm vom ganzen Herzen gönnen."

Im Anschluss gibt es einen großen Applaus der Zuschauer im Audi Dome.

Und natürlich kommt Hainer nochmal auf Legende Gerd Müller zu sprechen. "Mit seinen Toren zauberte er den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Wir wollen nicht traurig sein, sondern uns freuen, was er uns hinterlassen hat. Tore, Tore, Tore: Das war sein Vermächtnis."

Es wird ein Film über den "Bomber der Nation" eingespielt.

Die Eröffnung des SAP-Garden, neue Heimat der Basketballer und des EHC, verzögert sich wegen der Corona-Krise auf 2023. Dann können wir uns aber "auf tolle Sportevents in dieser modernen Halle freuen", erklärt Hainer.

Auch die Basketballer bleiben nicht unerwähnt, die aktuell auf dem Parkett stehen: Zur Halbzeit führen die Münchner in Moskau mit neun Punkten. 

An Paul Zipser richtet Hainer noch einmal extra persönliche Worte: "Ein Comeback von dir hier im Audi Dome ist mehr wert als jeder Titel", so Hainer. Zipser musste im Sommer aufgrund einer Hirnblutung notoperiert werden.

Auch Ex-Coach Hansi Flick wird gedankt. "Mit ihm haben wir unser erfolgreichstes Jahr der Vereinsgeschichte erreicht. Wir danken ihm und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute." Neben Flicks Trainerteam werden zudem werden Thiago, Javi Martinez, Jerome Boateng und David Alaba für ihre Zeit beim Rekordmeister gewürdigt.

Es folgt eine Lobeshymne auf Julian Nagelsmann: "Insgesamt tut Ihre Art uns gut. Wir sind froh, dass Sie bei uns sind und wünschen Ihnen, dass Sie noch viele viele Jahre so locker mit dem Longboard zur Säbener Straße kommen." 

Den Ausrutscher in Mönchengladbach bezeichnet Hainer als "Betriebsunfall". 

Hainer kommt auf das Thema Katar zu sprechen. Es gibt sehr laute Pfiffe und Buhrufe gegen den Präsidenten. Aber auch Applaus, als er einen vernünftigen Diskurs fordert - die Halle ist gespalten.

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"Rassismus und Antisemitismus haben keinen Spielraum, weder beim FC Bayern noch in unserer Gesellschaft – mia san bunt!" Aktuell erstrahle die Allianz Arena in Orange, um auf Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. 

 

Auch auf die jüngsten Vertragsverlängerungen von Joshua Kimmich und Leon Goretzka geht Hainer ein. "Sie können eine Ära prägen. Wir können uns auf diese Mannschaft in der Zukunft freuen."

Hainer betont, dass der FC Bayern trotz der Krise immer noch international wettbewerbsfähig ist. "Ich liebe diesen FC Bayern genauso wie er ist, wir haben keine Schulden und sind nicht fremdbestimmt. Wir sind unabhängig und gehen unseren eigenen Weg. Wir lassen uns nicht von dem Wahnsinn da draußen treiben", so Hainer. "Wir setzen Maßstäbe. Darauf können wir und ihr alle unheimlich stolz sein."

 

Ehrenpräsident Uli Hoeneß sitzt hingegen im Auditorium und wird von Hainer begrüßt.

Hainer bedankt sich nochmal bei Karl-Heinz Rummenigge, der sich im Sommer 2021 in den Ruhestand verabschiedet hat. Kurzfristig musste der ehemalige Vereinsvorsitzende für heute Abend absagen.

"Wir sind immer noch der mitgliederstärkste Verein der Welt, wir haben die besten Fans der Welt, aber ihr habt in den vergangenen Monaten gefehlt", erklärt Hainer nach dem Video-Beitrag.

Auch die Frauen, die Reserve der Münchner und die Basketballer werden in dem Beitrag gezeigt:

Es folgt ein Video-Rückblick auf die außergewöhnliche Saison der Bayern mit insgesamt sechs Titeln.

Aber der Präsident stellt sich auch schützend vor Joshua Kimmich: "Es ist nicht okay, dass Joshua Kimmich an den Pranger gestellt wird", so Hainer. "Wir stehen hinter unseren Spielern."

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