Wolfram Eilenberger ist neuer Stadtschreiber Ruhr

Strukturwandel ist im Ruhrgebiet schon lange ein Thema. Der neue Stadtschreiber möchte davon erzählen.
| dpa
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Wolfram Eilenberger ist der neue Stadtschreiber des Ruhrgebiets.
Annette Hauschild/Ostkreuz/Klett-Cotta Verlag//dpa Wolfram Eilenberger ist der neue Stadtschreiber des Ruhrgebiets.

Mülheim an der Ruhr - Mit einer philosophischen Perspektive will der neue Stadtschreiber des Ruhrgebiets, Wolfram Eilenberger, die gängigen Klischees über den Pott widerlegen.

Ab 1. Oktober recherchiert der 47 Jahre alte Schriftsteller, Philosoph und Publizist seine Geschichten und Beobachtungen - um sie am Ende in einem Buch zusammenzuführen. Dabei ist er sicher, gängige Stereotype ("grau, zersiedelt, in Teilen arm") widerlegen zu können.

Eilenberger war Chefredakteur des "Philosophie Magazins" und veröffentlichte zuletzt 2018 das Buch "Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929". Er ist der dritte Stadtschreiber Ruhr und Nachfolger der deutsch-französischen Schriftstellerin Gila Lustiger und des Reporters Lucas Vogelsang, den er in der Position ablöst. Seit 2017 vergibt und finanziert die Essener Broststiftung das Stipendium für die Stadtschreiber-Residenz und wählt die Stipendiaten aus.

Das Ruhrgebiet erkundet Eilenberger künftig von Mülheim an der Ruhr aus - und das möglichst mit dem Fahrrad, denn dafür eigne sich die Landschaft entlang der Ruhr besonders, findet er. Und er möchte Helge Schneider treffen. Das Ruhrgebiet durchlebe wie viele westliche Gesellschaften derzeit eine Transformation, sagt Eilenberger. Weil sich so viel verändere, könnten die alten Eckpunkte in der bisherigen Erzählweise nicht fortgesetzt werden. Davon will Eilenberger berichten.

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