T.C. Boyle: "Wir glaubten, wir hätten den Sex erfunden"

Der amerikanische Schriftsteller hat in seiner Jugend nichts ausgelassen. Von Drogen habe er wieder abgelassen, weil er schreiben wollte - und beides nicht miteinander vereinbar sei.
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Der US-Kultautor T.C. Boyle hat es früher krachen lassen.
Jörg Carstensen/dpa Der US-Kultautor T.C. Boyle hat es früher krachen lassen.

Berlin - Der Schriftsteller T. Coraghessan Boyle (70, "Dr. Sex") hatte in seiner Hippie-Zeit vor 50 Jahren das Gefühl einzigartiger Erlebnisse.

"Wir glaubten, wir hätten den Sex erfunden, und dass vorherige Generationen davon keine Ahnung gehabt hätten", sagte Boyle in einem Interview der "Welt am Sonntag". Er habe sich als Teil von etwas Größerem gefühlt. "Zum Glück war ich später auch fähig, mich wieder daraus zurückzuziehen."

"Ich habe alle Drogen genommen, die der Menschheit bekannt sind", sagte Boyle. Seine Rettung sei "die Entdeckung des Schreibens" gewesen. "Im Gegensatz zu William Burroughs kam ich zu der Einsicht, dass ich nicht beides kann – Drogen nehmen und gleichzeitig Bücher schreiben", sagte der Schriftsteller in dem Interview. "Und deshalb habe ich alles aufgegeben, das mich mit dieser Kultur verband."

Am Montag erscheint T.C. Boyles neuer Roman "Licht".

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