So dachte Udo Jürgens über den Tod

Die Gesellschaftsjournalistin Lisbeth Bischoff hat nach dem Tod von Udo Jürgens ihre Biografie aktualisiert und gewährt darin interessante Einblicke.
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Die neu aufgelegte Biografie zu Udo Jürgens von Lisbeth Bischoff
Verlag Amalthea Signum Die neu aufgelegte Biografie zu Udo Jürgens von Lisbeth Bischoff

"Es ist ein Abschied, wie Udo Jürgens ihn für sich erhofft hat. Mitten im Schaffen, mitten im Leben", heißt es in Lisbeth Bischoffs (59) aktualisierter und ergänzter Neuauflage der Biografie "Udo Jürgens - 'Merci'" (Amalthea Signum, 245 Seiten, 20 Euro). Der Entertainer war am 21. Dezember 2014 plötzlich und unerwartet verstorben. Die Autorin lernte Jürgens schon mit 13 Jahren bei einem Konzert kennen. Später, als Journalistin, führt sie zahlreiche Gespräche für Radio und Fernsehen mit ihm.

Karriere und Familie

Vieles davon ist in ihrem Buch wiedergegeben, in dem sie die Karriere, aber auch die Familiengeschichte des Ausnahmekünstlers beleuchtet. Auch Gedanken über das Älterwerden und den Tod finden sich darin: "Ich empfinde keine Wehmut, wenn ich an die jüngeren Tage zurückdenke, sondern die Wehmut kommt, wenn ich an die Perspektiven denke, an die kurze Zeit, die vor mir liegt, das spürbare Älterwerden und die Hoffnung, dass es nicht in einer Vergreisung oder in einem Pflegefall endet, wie das ja sein kann", wird Jürgens aus einem Interview von 1996 zitiert.

Ein unerhört großer Frieden

Er spüre, dass es nicht erstrebenswert sei, neunzig Jahre alt zu werden, heißt es an einer anderen Stelle von "Udo Jürgens - 'Merci'". Sein eigener Tod bedeute für ihn einen unerhört großen Frieden, "das Gefühl einer absoluten Stille, die noch stiller ist als still". Zu glauben, man würde später auf weißen Wolken sitzen und mit Oma und Opa über früher reden, hält er für eine absolut alberne Vorstellung, schreibt Bischoff.

Musik von Udo Jürgens gibt es auf MyVideo

Das Buch über den berühmten Entertainer widmet sich aber natürlich vor allem seinem Leben. Die Gesellschaftsjournalistin Bischoff, die seit 1972 für den ORF tätig ist, beleuchtet in ihrem Werk chronologisch alle Lebens- und Karrierestationen von Jürgens. Sie schreibt über das Geheimnis des berühmten Bademantel-Medleys, aber auch über seine privaten Gepflogenheiten, Freundschaften - und natürlich auch über die Frauen im Leben des Womanizers.

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