Sammlungszuwachs in Bernried

Eine Sammlung muss wachsen, damit sie frisch bleibt", erklärte Daniel Schreiber, der Leiter des Lothar-­Günther-Buchheim Museums in Bernried, als er Anfang März einen Ausblick auf das bevorstehende Ausstellungsjahr gab.
| Heribert Riesenhuber
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Prof. Hermann Gerlinger vor Karl Schmidt-Rottluffs Gemäldes "Rote Düne" von 1913
Peter Endig dpa/lah/lby Prof. Hermann Gerlinger vor Karl Schmidt-Rottluffs Gemäldes "Rote Düne" von 1913

Eine Sammlung muss wachsen, damit sie frisch bleibt", erklärte Daniel Schreiber, der Leiter des Lothar-­Günther-Buchheim Museums in Bernried, als er Anfang März einen Ausblick auf das bevorstehende Ausstellungsjahr gab.

Und die Sammlung wird wachsen. Und zwar in einem Umfang, bei dem die eigentlichen Neuerwerbungen - unter ihnen das Portrait "Mystischer Kopf" von Alexej von Jawlensky aus dem Jahre 1918 - kaum ins Gewicht fallen. Für zunächst zehn Jahre wird die Sammlung von Hermann Gerlinger nach Bernried kommen.

Rund tausend Titel zum Thema Künstlervereinigung Brücke enthält sie, womit sie in etwa gleich groß ist wie die Sammlung Buchheims, dem eigentlichen Grundstock des Hauses. "Die beiden Sammlungen passen wunderbar zusammen", sagte Schreiber, und Gerlinger, der von Hause aus Ingenieur ist, sieht sich in seinem Gedanken, so eine Sammlung gehöre einfach in den Besitz der Öffentlichkeit, einig mit dem verstorbenen Buchheim, für dessen Lebensleistung er Bewunderung und Dankbarkeit hegt. Im Herbst wird die neue Sammlung erstmalig in einer Ausstellung dem Publikum vorgestellt werden.

Im Frühjahr ist dort der Maler Hans Purrmann (1880-1966) zu sehen und zu entdecken. Im Museum der Phantasie tritt der "Malende Glücksbringer", wie Daniel Schreiber ihn nannte, in einen Dialog mit den Expressionisten, die er zwar gut gekannt hat, denen er aber künstlerisch nicht gefolgt ist. Purrmann hat unter anderem in München bei Franz von Stuck studiert und war mit Henri Matisse freundschaftlich verbunden.

Darüber hinaus, gehört seit diesem Jahr auch ein Schloss zur Sammlung des Museums, das Schloss Zwerkapfelkern. Das ist ein detailreiches Modell, ersonnen von Herbert Scherreiks, der vor zwei Jahren in München verstarb. Das Schloss, an dem der Künstler und Bühnenbildner 60 Jahre lang arbeitete, ist im Maßstab von 1:25 schon eine recht große "Puppenstube". Darin zeigte der Baumeister die wichtigsten mitteleuropäischen Baustile zwischen Romanik und Barock. Wahrlich ein Schloss der Träume und der Phantasie.


2. April bis 9. Juli: Purrmann und der Expressionismus

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