PEN-Zentrum fordert Freilassung von Ahmet Altan

Der Fall ist empörend und leider kein Einzelfall: Der türkische Autor Ahmet Altan kämpft um seine Freiheit.
| dpa
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Wieder in Haft: Der türkische Journalist und Autor Ahmet Altan 2009 in Leipzig.
Jan Woitas/zb/dpa/dpa Wieder in Haft: Der türkische Journalist und Autor Ahmet Altan 2009 in Leipzig.

Darmstadt - Das deutsche PEN-Zentrum hat den in der Türkei inhaftierten türkischen Schriftsteller und Journalisten Ahmet Altan zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Schriftstellervereinigung äußerte am Dienstag zugleich große Sorge um das Schicksal Altans und forderte seine sofortige und bedingungslose Freilassung. "Seine fortdauernde Haft ist einzig politisch begründet und daher weder hinnehmbar noch berechtigt", hieß es in einer Mitteilung.

2016 wegen Unterstützung einer Terrororganisation verurteilt, wurde Altan am 4. November nach mehr als drei Jahren im Gefängnis unter Auflagen freigelassen. Am 12. November wurde er jedoch erneut inhaftiert, nachdem der Generalstaatsanwalt Einspruch eingelegt hatte.

"Diese türkische Justizwillkür ist einzig politisch motiviert; sie steht im Widerspruch zu jeglicher Rechtsstaatlichkeit und offenbart den despotischen Charakter des türkischen Regimes. Mit Ahmet Altan soll eine der bekanntesten kritischen Stimmen zum Verstummen gebracht werden", schrieb der PEN (Poets, Essayists, Novelists).

Für sein Buch "Ich werde die Welt nie wiedersehen - Texte aus dem Gefängnis" soll Altan am 25. November in München mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet werden.

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