Odyssee durch die eigene Erinnerung

„Hangover“ ist die Überraschungskomödie des Sommers: Nach einem Junggesellenabschied rasen drei Freunde quer durch Las Vegas, auf der Suche nach dem Bräutigam – und ihrer Erinnerung an die letzte Nacht.
von  Abendzeitung

„Hangover“ ist die Überraschungskomödie des Sommers: Nach einem Junggesellenabschied rasen drei Freunde quer durch Las Vegas, auf der Suche nach dem Bräutigam – und ihrer Erinnerung an die letzte Nacht.

Ein Tiger schnarcht im Badezimmer, unter der Spüle weint ein Baby, die sündhaft teure Hotelsuite in Las Vegas ist total zerstört – und der Bräutigam spurlos verschwunden: Als die drei Chaoten Phil, Stu und Alan nach einem durchzechten Junggesellenabschied in Las Vegas verkatert aufwachen, haben sie keine Erinnerung mehr an den Vorabend.

100 Kinominuten haben die Freunde in dem Film „Hangover“ Zeit, die Ereignisse des Vorabends zu rekonstruieren und ihren Kumpel wiederzufinden – eine irrwitzige Odyssee quer durch Las Vegas und durch ihre eigenen Erinnerungen beginnt. „Hangover“ schafft es mit witzigen Gags und originellen Wendungen, einen urkomischen Beitrag zum Kinosommer zu leisten.

Das Pfiffige: Nicht die feucht-fröhliche Nacht selbst ist das Thema, sondern der Tag danach. Im Laufe des Filmes erfährt der Zuschauer stückchenweise, was am Vorabend passiert ist – und die komplette Auflösung gibt es erst im Abspann.

Apropos Abspann: Als der Film im Cinemaxx zu Ende ist und die letzten Lacher verklingen, klatscht das Publikum – ziemlich bescheuert bei einer Komödie. Aber in diesem Fall absolut gerechtfertigt!

Kasanobu Serdarov

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