"We Were Here" - das neue Album von Boy

Mit ihrem hypnotischem Pop überzeugen  Valeska Steiner und Sonja Glass auch auf ihrem zweiten Album
| Volker Isfort
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Sonja Glass (links) und Valeska Steiner
Debora Mittelstaedt 3 Sonja Glass (links) und Valeska Steiner
Valeska Steiner (links) und Sonja Glass
Debora Mittelstaedt 3 Valeska Steiner (links) und Sonja Glass
Valeska Steiner (links) und Sonja Glass
Debora Mittelstaedt 3 Valeska Steiner (links) und Sonja Glass

Der Zauber ihrer Musik liegt in der Entschleunigung. Geschwindigkeit bedeutet Valeska Steiner und Sonja Glass nichts, Gefühl alles. Vier Jahre nach ihrem Debütalbum und Überraschungserfolg „Mutual Friends“ erscheint nun der Nachfolger „We Were Here“. Zeitlos schöne Pop-Perlen, detailverliebt produziert, die einen einzigartigem Zauber verbreiten.

Grönemeyer sagte nur: "Macht, was euch  glücklich macht."

Aber vier Jahre für neun Songs? „Das mag jetzt komisch klingen, aber wir haben die ganze Zeit gearbeitet“, sagt die Schweizerin Valeska Steiner, die mit ihrer glasklaren Stimme den Wiedererkennungswert von Boy bestimmt. „Wir waren zwei Jahre auf Tour, zweimal in den USA, auch in Japan – und dann haben wir eineinhalb Jahre an den Songs gefeilt“, erklärt die Hamburgerin Sonja Glass. Kennengelernt haben sich die beiden vor zehn Jahren bei einem Workshop in Hamburg. Und als die studierte Bassistin Sonja Glass damals Valeska Steiner zum ersten Mal singen hörte, war ihr klar, dass sie unbedingt mit ihr zusammenarbeiten wollte.
Doch so harmonisch die beiden auch auf der Bühne die hypnotische Magie der Songs entfalten, die Musik entwickeln können sie gemeinsam nicht. „Wir haben es ein paar Mal versucht, uns in einen Raum zu setzen und einfach loszujammen, aber es funktioniert nicht“, sagt Valeska Steiner. Die Arbeitsteilung ist seitdem klar: Sonja Glass komponiert die Songs, Valeska Steiner betextet sie.

„Meine Muse war für dieses Album der Juno, ein Synthesizer, den ich mir gekauft habe. Ich habe kleine Groove-Ideen entwickelt und dann die Songs groß darum entworfen“, sagt Sonja Glass. Zeitdruck hatten die beiden nicht, schließlich sind sie bei Herbert Grönemeyers Label Groenland. „Herbert hat zu uns gesagt: ,Entspannt euch, macht, was ihr wollt, und macht vor allem das, was euch glücklich macht.’ Das gibt es im Musikgeschäft sicher ganz selten. Deswegen fühlen wir uns da so wohl. Wir können nur schwärmen“, sagt Valeska Steiner. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Philipp Steinke haben sie dann an den Soundideen gefeilt. „Der Weg dahin ist manchmal schwierig, aber wir haben an jedem Song so lange gebastelt, bis wir das Gefühl hatten, dass er einen jetzt berührt.“
Die oft melancholisch angehauchten Lieder über Liebe, Abschied und die wertvollen Momente dazwischen hat Valeska Steiner mit ihrem bemerkenswerten Talent zur poetischen Einfachheit betextet. Es ist Popmusik, die vollkommen ohne Vorbilder auskommt. „Ich habe in den letzten zwei Jahren eher wenig Musik gehört“, sagt Sonja Glass. „Für mich ging es mehr darum, herauszufinden, was nun der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Boy sein könnte. Das ist keine Strategie, eher ein Bauchgefühl.“ Eine Erwartungshaltung wollen sie sich nicht aufdrücken lassen: „Wir haben so eine gute Zeit gehabt, das Gefühl wird immer bleiben, egal, was jetzt passieren mag“, sagt Valeska Steiner. Die Fans aber haben Boy ohnehin nicht vergessen. Die Tournee ist fast ausverkauft. Die Erfolgsgeschichte geht weiter.  


Boy stellen „We Were Here“ am 4. September im Technikum (ausverkauft) und am 9. November in der Muffathalle vor

 

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