Was bei „Klassik am Odeonsplatz“ 2025 anders ist

Die Statuen der beiden bayerischen Heerführer Johann T’Serclaes von Tilly und Carl Philipp von Wrede sind in Holz verpackt, das Gebäude eingerüstet. Am zweiten Juli-Wochenende wird hier trotzdem „Klassik am Odeonsplatz“ stattfinden - die mittlerweile traditionelle, im Fernsehen übertragene Schaufensterveranstaltung der beiden Münchner Groß-Orchester, bei der die Münchner Philharmoniker und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Feldherrnhalle Platz nehmen.

Rund 1000 Plätze fehlen in diesem Jahr
Das Gerüst wird "stilvoll illuminiert", so der Veranstalter Pro Events, davor steht eine transparente Bühne, wie sie ähnlich bei vergleichbaren Konzerten eingesetzt wird. Sie schützt die Musikerinnen und Musiker auch vor leichtem bis mittlerem Regen. Weil das alles Platz braucht, passen etwa 1000 Besucher weniger auf den Platz. Rund 7000 Karten wurden für jedes der beiden Konzerte verkauft. Auch im nächsten Jahr ist damit zu rechnen, dass die Feldherrnhalle nicht wie gewohnt zur Verfügung steht.
„Klassik am Odeonsplatz“ gibt es seit 25 Jahren. Die Veranstaltung wurde im Jahr 2000 als Millenniumskonzert zur deutsch-französischen Aussöhnung erfunden und findet seit 2002 jährlich statt. Bisher musste nur ein Konzert unwetterbedingt komplett abgesagt werden, im Jahr 2020 gab es pandemiebedingt keine Konzerte.

Den ersten Tag bestreitet heuer das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Franz Welser-Möst. Daniil Trifonov spielt Sergej Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3, nach der Pause folgen instrumentale Höhepunkte aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Das BR-Fernsehen überträgt die Veranstaltung zeitversetzt.
Am Sonntag folgen die Münchner Philharmoniker unter ihrem designierten Chefdirigenten Lahav Shani. Solistin ist Lisa Batiashvili. Sie spielt Beethovens Violinkonzert, nach der Pause sind die Symphonischen Tänze von Sergej Rachmaninow zu hören. 3sat zeigt am 19. Juli eine Aufzeichung, beide Konzerte werden auf BR Klassik live gestreamt.
12. und 13. Juli, 20 Uhr, derzeit so gut wie ausverkauft, wenige Restkarten bei Münchenticket und am Konzertabend eventuell an der Abendkasse in der Brienner Straße