Vorstoß gegen KI-Missbrauch: Taylor Swift will ihre Stimme schützen

Die Gefahr durch KI-generierte Fälschungen wächst rasant. Taylor Swift greift nun zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sie meldet ihre gesprochene Stimme als Marke an.
(ncz/spot) |
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Taylor Swift hat ihre gesprochene Stimme als Marke eintragen lassen, um gegen KI-Fakes vorzugehen.
Taylor Swift hat ihre gesprochene Stimme als Marke eintragen lassen, um gegen KI-Fakes vorzugehen. © imago/AAP/Joel Carrett

Taylor Swift (36) geht einen weiteren Schritt im Kampf gegen den Missbrauch von Prominenten-Identitäten durch Künstliche Intelligenz. Die Musikerin hat laut Medienberichten mehrere Markenanmeldungen eingereicht, die offenbar darauf abzielen, ihre Stimme und ihr Erscheinungsbild rechtlich besser zu schützen.

Swifts Unternehmen TAS Management ließ demnach am 24. April beim United States Patent and Trademark Office drei neue Marken anmelden. Zwei davon betreffen sogenannte Klangmarken - konkret die gesprochenen Sätze "Hey, it's Taylor Swift" und "Hey, it's Taylor".

Die dritte Anmeldung zielt auf eine visuelle Marke ab: geschützt werden soll ein konkretes Bild der Sängerin - mit pinker Gitarre, schwarzem Gurt, schillerndem Body, silbernen Stiefeln und einer pinken Bühne im Hintergrund. Es handelt sich also nicht um ihr allgemeines Aussehen, sondern um eine klar definierte Darstellung.

Reaktion auf wachsende Gefahren durch KI

In den vergangenen Jahren häuften sich Fälle, in denen Swifts Stimme oder Gesicht ohne ihre Zustimmung durch KI-Technologien reproduziert wurden. Dazu gehören täuschend echte Deepfakes, problematische pornografische Inhalte sowie manipulierte Bilder, die im politischen Kontext verbreitet wurden - unter anderem von Donald Trump im Vorfeld der US-Wahl 2024.

Swifts Anträge spiegeln eine wachsende Sorge in der Unterhaltungsbranche wider: Künstler könnten die Kontrolle über ihre eigene Identität verlieren, wenn KI ihre Stimme oder ihr Aussehen beliebig kopiert.

Traditionell sind Markenrechte nicht dafür gedacht, die Persönlichkeit oder das Aussehen einer Person umfassend zu schützen. Genau hier setzt die neue Strategie an: Durch die Eintragung spezifischer Klang- und Bildmarken könnten zusätzliche rechtliche Möglichkeiten entstehen, um gegen KI-generierte Inhalte vorzugehen.

Matthew McConaughey machte es vor

Diesen Ansatz hat bereits Matthew McConaughey (56) erfolgreich getestet. 2025 erhielt er mehrere Markeneintragungen - darunter auch für seinen ikonischen Satz "Alright, alright, alright!" aus dem Film "Dazed and Confused". Seine Anwälte sehen darin ein zusätzliches Instrument, um gegen unerlaubte digitale Nachahmungen vorzugehen.

Ein entscheidender Vorteil von Markenrechten: Sie können vor Bundesgerichten geltend gemacht werden und gelten damit landesweit. Das unterscheidet sie von sogenannten "Right of Publicity"-Gesetzen, die in den USA auf Bundesstaatsebene geregelt sind und nur die kommerzielle Nutzung von Namen oder Bild schützen.

Im Idealfall könnten Prominente mit solchen Marken sogar schneller gegen KI-Plattformen vorgehen - etwa durch Löschanträge, ähnlich wie bei Urheberrechtsverletzungen.

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