Vor Sarah Engels: Diese Musikstars waren schon beim ESC-Vorentscheid

Bevor Sarah Engels ihr Glück beim ESC-Vorentscheid versucht, haben schon viele bekannte Gesichter auf dieser Bühne gestanden. Diese Stars wagten sich bereits ins Rennen um das Ticket zum Eurovision Song Contest.
von  (jom/spot)
Sarah Engels will zum ESC nach Wien.
Sarah Engels will zum ESC nach Wien. © ARD/SWR/Claudius Pflug

Sarah Engels (33) tritt in große Fußstapfen: Die Sängerin möchte beim ESC-Vorentscheid beweisen, dass sie das Zeug zur internationalen Bühne hat. Doch sie ist längst nicht die Erste, die diesen Traum verfolgt. Zahlreiche deutsche Musikstars standen bereits im Rampenlicht des ESC-Vorentscheids - manche feierten dort einen Erfolg, andere scheiterten knapp am großen Finale.

Im vergangenen Jahr nahm die Mittelalter-Rock- und Metal-Band Feuerschwanz an Raabs Vorentscheid teil. Die Gruppe hatte bereits zuvor Nummer-eins-Alben in den deutschen Charts. Doch ihre Bekanntheit half nicht weiter, die Band kam nicht unter die Top fünf. Am Ende gewann das Duo Abor & Tynna.

Im Vorentscheid von 2024, in dem sich Isaak durchsetzte, wollten es auch Max Mutzke und Marie Reim wissen. Mutzke war dem Publikum bekannt, da er 2004 zum ESC gereist war und für Deutschland Platz acht belegt hatte. Schlagersängerin Marie Reim, Tochter von Michelle und Matthias Reim, veröffentlichte 2020 ihr Debütalbum und war bei mehreren Fernsehauftritten zu sehen, bevor sie beim Vorentscheid antrat. Ihre Mutter blieb 1997 beim Vorentscheid erfolglos, setzte sich aber 2001 mit "Wer Liebe lebt" durch. Beim ESC wurde es der achte Platz.

Vom Ballermann-Star bis zum Castingshow-Teilnehmer

2023 brachte Ballermann-Star Ikke Hüftgold Partystimmung zum Vorentscheid. Sein "Lied mit gutem Text" konnte sich trotz zahlreicher Zuschauerstimmen nicht gegen Lord of the Losts "Blood & Glitter" durchsetzen. Die Band Frida Gold, bekannt durch Songs wie "Zeig mir wie du tanzt", fehlte beim Vorentscheid krankheitsbedingt.

2018 wollten die Volksmusik-Pop-Band Voxxclub und der "The Voice of Germany"-Star Michael Schulte das "Lied für Lissabon" liefern. Schulte setzte sich durch und erreichte beim ESC den vierten Platz. 2016 trat Popsängerin Ella Endlich an, sie blieb jedoch ohne Sieg. Ein Jahr später gewann "TVOG"-Gewinner Andreas Kümmert, er musste die ESC-Teilnahme jedoch aus gesundheitlichen Gründen absagen.

2014 standen mit Santiano und Unheilig zwei bereits bekannte Bands auf der Vorentscheid-Bühne, für einen Triumph reichte es nicht. 2013 waren ebenfalls einige Bands heiß auf den Sieg. So traten Cascada, LaBrassBanda und die Söhne Mannheims gegeneinander an. Cascada machte das Rennen, beim ESC reichte es nur für Rang 21.

Zu weiteren bekannten Bands, die bereits beim Vorentscheid mitmachten, gehören: Marquess, Monrose, Scooter, Overground, Mia., Kelly Family oder Rosenstolz. Letztere mussten sich 1998 nur Guildo Horn geschlagen geben. Beim ESC belegte der Sänger immerhin den siebten Platz. Sein Song "Guildo hat euch lieb!" wurde von Stefan Raab geschrieben, der selbst beim ESC 2000 antrat und Platz fünf belegte.

Schlagerstars und Wiederholungstäter

Zu den weiteren Sängern, die bei deutschen Vorentscheidungen teilnahmen, gehören Roger Cicero, der 2007 beim ESC antrat und Platz 19 belegte, sowie die sieglosen Heinz Rudolf Kunze, Thomas Anders, Patrick Nuo, Laith Al-Deen oder Patrick Lindner. Nino de Angelo nahm 1989 am ESC teil und belegte Platz 14. 2002 scheiterte er im Vorentscheid. Dort konnte sich auch Bernhard Brink im Duo mit Ireen Sheer nicht durchsetzen. Insgesamt scheiterte der Sänger sechs Mal in den Auswahlshows. Er gilt damit als der erfolgloseste Vorentscheidsteilnehmer. Sheer sang zweimal für Luxemburg und einmal für Deutschland beim ESC.

Vicky Leandros nahm ebenfalls zweimal für Luxemburg teil und konnte einmal siegen. 2006 sollte ihr dies beim deutschen Vorentscheid Glück bringen, sie scheiterte jedoch an der Band Texas Lightning. In den Anfangsjahren der Vorentscheidungen waren insbesondere Schlagerstars gut vertreten, darunter auch einige Wiederholungstäter. Jürgen Drews, der mit den Les Humphries Singers 1976 am ESC teilnahm, scheiterte 1990 im Vorentscheid. Costa Cordalis war 1980 und 1983 nicht erfolgreich. 1980 musste er sich Katja Ebstein geschlagen geben. Sie hatte bereits 1970 und 1971 am ESC teilgenommen. Marianne Rosenberg hatte 1982 gegen Nicole keine Chance. Mehrmals versuchte Roberto Blanco beim Vorentscheid sein Glück: 1970, 1973 und 1979 reichte es jedoch nicht für den ersten Platz.

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