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Zum Niederknien: Die CD „BudaBest“ der Soulmates um Leslie Mandoki
| Arno Frank Eser
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Um die Kunst von Leslie Mandoki (re.) angemessen genießen zu können, muss der geneigte Rockfan gegebenenfalls auch die Nähe des Künstlers zur bayerischen Staatspartei verdrängen. Bei der Vorstellung seines Albums rockte nicht nur Peter Maffay (l.), sondern auch Bayerns neue Superministerin Ilse Aigner.
dpa Um die Kunst von Leslie Mandoki (re.) angemessen genießen zu können, muss der geneigte Rockfan gegebenenfalls auch die Nähe des Künstlers zur bayerischen Staatspartei verdrängen. Bei der Vorstellung seines Albums rockte nicht nur Peter Maffay (l.), sondern auch Bayerns neue Superministerin Ilse Aigner.

Auch wenn beim Namen Leslie Mandoki wieder mal alle ewig Gestrigen den warnenden „Dschingis Khan“-Zeigefinger erheben – schlauer wäre es, sich die neue CD der Mandoki Soulmates „BudaBest“ anzuhören: Back to the roots of Rock und Jazzrock. Ab heute steht das aufwändige 3-CD-Album in den Läden (Sony Music).

Es geht dabei um einen Live-Mitschnitt Anfang des Jahres in Budapest, der Geburtsstadt von Leslie Mandoki. 60 Jahre Leslie, und 20 Jahre Mandoki Soulmates. So ein Projekt muss man erstmal auf die Reihe kriegen, geht es doch hier um Musiker, die anderweitig genug um die Ohren haben und immer wieder zu Studio- oder Konzertterminen zusammengetrommelt werden müssen: Bobby Kimball (Toto), Chris Thompson (Manfred Mann’s Earthband), Ian Anderson (Jethro Tull), Greg Lake (Emerson, Lake & Palmer), Jack Bruce (Cream), Peter Maffay, Chaka Khan, Al Di Meola, John Helliwell (Supertramp) und etliche mehr.

Sie alle präsentieren ihre großen Hits, von „Hold The Line“ über „White Room“ bis zu „Mighty Quinn“ und vielen mehr. Eine gut gemachte Geburtstagsparty für den Macher der Superband, und man hört in den mit einfachsten technischen Mitteln aufgenommenen Live-Versionen altbekannter Hits der Soulmates-Stars den Spaß am Spielen und die Lust am Leben.

Richtig spannend allerdings wird es, wenn neue Pfade beschritten werden. Jazzrock-Experimente mit Bill Evans und Randy Brecker. Da darf's dann ruhig auch mal ein bisschen sperrig werden, und das macht gar nichts. Im Gegenteil. Man ahnt als Zuhörer geheime Reserven.

Und dann, das ganz geheime Highlight dieser CD-Sammlung, sowohl in Budapest im Palast der Künste, als auch auf diesem Album: Al Di Meola interpretiert an der Akustik-Gitarre „Blackbird“ von The Beatles. Zum Niederknien.

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