Prozess um geplanten Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert gestartet
In Österreich hat am heutigen Dienstag ein aufsehenerregender Terrorprozess begonnen: Vor dem Landesgericht Wiener Neustadt müssen sich zwei junge Männer verantworten, die einen Anschlag rund um ein Konzert von Taylor Swift (36) in Wien geplant haben sollen. Die mutmaßliche Bedrohung hatte im August 2024 zur kurzfristigen Absage aller drei geplanten Shows geführt.
Angeklagter soll sich schuldig bekennen
Im Zentrum des Verfahrens steht ein 21-jähriger Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln. Seine Verteidigerin kündigte laut ORF zum Prozessauftakt an, dass ihr Mandant sich in Teilen schuldig bekennen werde. Er habe "Fehler gemacht" und wisse, dass ihn eine Strafe erwarte.
Laut der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte kurz vor den Konzerten eine Schrapnell-Bombe nahezu fertiggestellt haben. "Er hätte die Bombe nur noch zusammenfügen müssen", erklärte der Staatsanwalt demnach vor Gericht. Als Ziel seien Fans der Sängerin im Umfeld des Konzertgeländes vorgesehen gewesen. Ein Ticket für die Shows habe der Mann nicht besessen, zudem habe kein persönliches Interesse an der Künstlerin bestanden.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Hauptangeklagte sowie ein weiterer 21-Jähriger Teil einer terroristischen Vereinigung waren und sich zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" bekannten. Gemeinsam mit einem dritten Verdächtigen sollen sie eine Terrorzelle gebildet und Anschläge in mehreren internationalen Metropolen geplant haben.
Der Prozess ist auf vier Verhandlungstage angesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren.
Alle Wien-Shows abgesagt
Die mutmaßlichen Anschlagspläne hatten im August 2024 für große Verunsicherung gesorgt. Eigentlich hätte die Sängerin mit ihrer weltweit gefeierten "The Eras Tour" gleich drei Abende hintereinander im Ernst-Happel-Stadion in Wien gespielt. Die Shows galten als restlos ausverkauft, viele Fans waren extra aus ganz Europa angereist und hatten sich monatelang auf das Event vorbereitet.
Aus Sicherheitsgründen wurden schließlich alle drei Konzerte in der österreichischen Hauptstadt abgesagt. Nachgeholt wurden die Shows nicht.
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