Paul McCartney macht John Lennon für Beatles-Aus verantwortlich

1970 gab Paul McCartney die Trennung der Beatles bekannt - und gilt seitdem neben Yoko Ono als Sündenbock für das Aus. Nun machte der Sänger einmal mehr klar, dass John Lennon zuerst die Band verließ. Und macht indirekt wiederum Yoko Ono zu einer Mitschuldigen.
| (smi/spot)
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Paul McCartney (li.) und John Lennon gegen Ende der Beatles-Zeit.
Paul McCartney (li.) und John Lennon gegen Ende der Beatles-Zeit. © imago/ZUMA Press

Vor über 50 Jahren trennten sich die Beatles. Da Paul McCartney (79) das Ende der Band am 10. April 1970 in einem Interview öffentlich machte, gilt er als der Sündenbock für die Trennung. Das will der Bassist der wohl größten Band aller Zeiten nicht länger auf sich sitzen lassen. Wie verschiedene Medien berichten, soll McCartney in einem Interview, dass am 24. Oktober auf BBC Radio 4 ausgestrahlt werden soll, John Lennon (1940-1980) als Initiator der Trennung benennen.

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"Ich habe die Trennung nicht veranlasst. Das war unser Johnny", soll McCartney in dem Interview sagen. "John kam eines Tages herein und sagte: 'Ich verlasse die Beatles'. Klingt das nach einem Auslöser für die Trennung oder nicht?"

Laut anderen Quellen hat Lennon schon 1969 intern seinen Austritt verkündet. Ihr Manager Allen Klein hat McCartney zufolge die Beatles dazu angehalten, die Auflösung der Band noch für sich zu behalten. Doch McCartney hatte keine Lust mehr darauf und ließ die Bombe platzen, als er sein Soloalbum "McCartney" vorstellte.

Hatte John Lennon keine Zeit mehr?

Paul McCartney macht in dem Interview mit der BBC auch John Lennons Tendenz, sich innerlich immer weiter von der Band zu entfernen, für das Ende verantwortlich. "Der eigentliche Punkt war, dass John mit Yoko ein neues Leben begann". Mit seiner Frau Yoko Ono (88) startete Lennon mehrere Protestaktionen gegen den Krieg, zum Beispiel die berühmten Bed-Ins. "John wollte in einem Sack eine Woche lang in Amsterdam im Bett liegen", sagt McCartney. Dies war schon rein zeitlich nicht mehr mit der Arbeit in einer Band vereinbar.

Damit wärmt Paul McCartney indirekt das alte Klischee auf, dass Yoko Ono hauptsächlich für das Ende der Beatles verantwortlich sei. Viele Fans warfen der Künstlerin vor, Lennon aus der Band gezogen zu haben. Der machte wiederum McCartney und dessen angeblichen Despotismus als Anführer der Gruppe zum Hauptschuldigen.

Ganz neu ist McCartneys jetzige Aussage gegenüber der BBC übrigens nicht. Lennon selbst hatte schon darauf bestanden, dass er die Beatles aufgelöst hatte: "Ich habe die Gruppe gegründet und ich habe sie wieder aufgelöst. So einfach war das", sagte er einmal.

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