Nino de Angelo: "Heiraten steht nicht an erster Stelle"

Auf seiner neuen Platte "Vivi la Vita" feiert Nino de Angelo das italienische Lebensgefühl und die italienische Sprache. Irgendwann möchte er ganz nach Italien ziehen - zuvor will er jedoch noch einige musikalische Pläne verwirklichen. Auch seine geplante Hochzeit muss deshalb vorerst warten.
(ae/spot) |
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Nino de Angelo hat sich für sein neues Album "Vivi la Vita" ein besonderes Booklet überlegt: Zu jedem Song gibt es ein Nudelrezept.
Nino de Angelo hat sich für sein neues Album "Vivi la Vita" ein besonderes Booklet überlegt: Zu jedem Song gibt es ein Nudelrezept. © Heiko Roith & DeLux Entertainment GmbH

Nino de Angelo (62) widmet sich auf seinem neuen Album "Vivi la Vita" (ab 12. Juni) seinen italienischen Wurzeln. Darauf interpretiert er Klassiker wie "Azzurro" und "Gente di Mare" auf seine Weise, zudem gibt es zwei neue Titel. Die Songs stellt er auch auf einer Open-Air-Tour vor, die ihn vom 12. Juni (Spremberg) bis 30. August (Chemnitz) durch Deutschland führt. Einen Höhepunkt stellt dabei die Record-Release-Party am 13. Juni in Mainz dar. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der Sänger über seine neue Lust auf die italienische Sprache, die Idee eines eigenen Kochbuchs - und darüber, warum die Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin Simone Lux erneut warten muss.

Sie waren bereits früher mit italienischen Songs erfolgreich - etwa mit einer Version Ihres Hits "Jenseits von Eden". Wieso singen Sie jetzt wieder auf Italienisch?

Nino de Angelo: Ich bin in der glücklichen Lage, künstlerisch einfach zu tun und zu lassen, was ich will. Es macht mir richtig Spaß, zwischen den Genres hin und her zu springen, je nachdem wie ich mich fühle und worauf ich Lust habe. Jetzt momentan habe ich einen starken Drang zu meinen italienischen Wurzeln und ich bin auch sehr oft in Italien die letzte Zeit. Das tut mir einfach gut. Und es ist so schön, auf Italienisch zu singen. Es ist nicht umsonst die Sprache der Musik.

Was gefällt Ihnen so gut an Italien?

De Angelo: Ich liebe die Menschen, die Atmosphäre, die italienische Art zu leben, die Gastfreundschaft, das ganze Bild von Italien. Allein die Natur in der Toskana mit Olivenbäumen, Mandelbäumen, Kaktusfeigen. Das ganze Leben ist dort anders. Auch das Klima ist sehr wichtig für mich. Meine Wohlfühltemperatur liegt so bei 23 bis 27 Grad, und das habe ich halt in der Toskana. Und natürlich das leckere Essen.

Das spielt auch bei Ihrem Album "Vivi la Vita" eine besondere Rolle...

De Angelo: Ich hatte die Idee, ein musikalisches kleines Kochbuch zu erstellen und meinen deutschen Fans zu zeigen, wie man richtig italienisch kocht. Zu jedem Song gibt es im Booklet ein Gericht mit dem jeweiligen Rezept. Ich bin ja der absolute Pasta-Fan, die könnte ich jeden Tag essen. Am liebsten mag ich Spaghetti Vongole und Carbonara.

Könnten Sie sich vorstellen, ein ganzes Kochbuch herauszubringen?

De Angelo: Ja, das habe ich sogar schon mal überlegt. Ich habe sehr viele Freunde, die Köche sind, Sterneköche sogar, mit denen ich das vielleicht zusammen machen könnte. Ein Kochbuch über die italienische Hausmannskost würde mich reizen.

Welcher Song auf Ihrem neuen Album bedeutet Ihnen besonders viel?

De Angelo: Es sind sehr viele schöne Klassiker darauf. Aber ein Song hat es mir richtig angetan: "Caruso". Er hat so einen langen und schwierigen Text, deshalb habe ich ihn bei Auftritten immer gekürzt und die zweite und dritte Strophe weggelassen. Und jetzt habe ich es wirklich geschafft, eine eigene Version daraus zu machen, und ich glaube, die ist fantastisch geworden, weil ich sie doch sehr eigen interpretiere. Es gibt viele Coverversionen von diesem Song, aber meine Version ist außergewöhnlich.

Das Album enthält auch zwei neue Lieder, darunter das Duett "Bella Italia e amore" mit Marina Marx, mit der Sie schon häufiger zusammengearbeitet haben. Warum harmoniert das so gut?

De Angelo: Sie ist eine wunderbare Künstlerin, und ich unterstütze sie, wo ich nur kann. Wir haben beide kräftige Stimmen, die toll zusammenklingen. Unser neuer Song ist ein Deutsch-Italo-Mix und transportiert das italienische Lebensgefühl. Wir hoffen, dass er der Sommerhit des Jahres wird.

Sie gehen auch wieder auf Tour. Worauf können sich die Fans freuen?

De Angelo: Ich versuche die Leute für einen Abend nach Italien zu holen und einfach mal aus dem Alltag zu ziehen. Es wird neben den italienischen Songs auch meine schönsten deutschen Hits geben. Es würde mich freuen, wenn alle für ein paar Stunden das italienische Lebensgefühl genießen und aus dieser momentan etwas düsteren Welt entfliehen können.

Sie selbst hegten zuletzt auch schon Auswanderungspläne. Wie sieht es damit aus?

De Angelo: Ich habe noch meine Mutter und meine Kinder in Deutschland, deshalb ist mein Hauptlebensmittelpunkt nach wie vor Deutschland. Und Simone und ich haben hier noch unseren Reiterhof und unsere Plattenfirma. Aber meine Freizeit verbringe ich überwiegend in der Toskana. Und irgendwann, wenn ich mal nicht mehr arbeite, werde ich wahrscheinlich ganz nach Italien ziehen.

Denken Sie allmählich an ein Karriereende?

De Angelo: Also bis 2030 werde ich auf jeden Fall noch aktiv sein. Dann werde ich 66 und man sagt ja, mit 66 Jahren fängt das Leben an. Dann möchte ich ein bisschen meinen Lebensabend genießen, mich etwas zurückziehen und vielleicht noch einige jüngere Talente fördern. Der Musik werde ich immer treu bleiben, aber ich selber muss natürlich auch mal sagen, okay, das war's. Aber vorher habe ich noch einiges auf der Bucket-List stehen, was ich noch umsetzen möchte.

Was denn zum Beispiel?

De Angelo: In diesem Jahr will ich endlich eine Weihnachtsplatte herausbringen, aber eine außergewöhnliche, sehr rockige und witzige. Darauf will ich thematisieren, was an Weihnachten alles so passiert. Da geschehen ja nicht nur schöne Dinge, sondern es gibt auch Trennungen und so weiter. Und dann möchte ich mit einem Symphonieorchester zusammenarbeiten und auch noch eine Countryplatte in Nashville aufnehmen.

Und dann wollten Sie ja eigentlich schon längst Ihrer Lebensgefährtin das Jawort gegeben haben...

De Angelo: Ja, aber heiraten steht nicht an erster Stelle. Wir haben unheimlich viel zu tun, wir werden es auch dieses Jahr nicht schaffen. Wir wissen, dass wir zusammen sind, dass wir uns lieben, und was diesen Heiratsschritt angeht, ja da warten wir mal ab. Zum Heiraten ist noch Zeit genug.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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