Neues Album der Rolling Stones: Diese Gaststars sind dabei

Am 10. Juli 2026 bringen The Rolling Stones ihr neues Studioalbum "Foreign Tongues" heraus - und wer einen Blick auf die Mitwirkenden wirft, entdeckt zwischen Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood erstaunlich viele berühmte Namen - vom Ex-Beatle über den Kopf von The Cure bis hin zu einem Mitglied der Red Hot Chili Peppers.
Laut der offiziellen Ankündigung der Band umfasst das 25. Studioalbum 14 Titel, eingespielt in weniger als einem Monat in den Metropolis Studios in London. Für die Produktion ist erneut Andrew Watt verantwortlich, der schon den Vorgänger "Hackney Diamonds" betreute.
Ein Beatle am Bass
Den größten Namen liefert ein alter Bekannter: Paul McCartney übernimmt auf dem Stück "Covered In You" den Bass. Für den früheren Beatle ist es bereits der zweite Gastauftritt auf einem Stones-Album in Folge - seinen Part nahm er dem Magazin "NME" zufolge in derselben Session auf wie zuvor "Bite My Head Off" für "Hackney Diamonds".
Wie reibungslos die Sache lief, schilderte Jagger im Gespräch mit "NME". "Es war sehr einfach", sagte er. Paul kenne er zwar seit Ewigkeiten, Bass habe McCartney bei den Stones zuvor aber noch nie gespielt. Für den fast punkigen Song habe er sich einen verzerrten, schnörkellosen Bass gewünscht und sei zunächst skeptisch gewesen. Am Ende habe McCartney jedoch "in ungefähr zehn Minuten" genau das geliefert, was der Song brauchte.
McCartney selbst zeigte sich von der Anfrage regelrecht beflügelt. Natürlich könne man so etwas lässig abtun, erzählte er dem Magazin, bei ihm sei es aber genau anders gewesen. "Ich ging an dem Tag nach Hause und sagte zu allen: 'Ich habe gerade mit den Stones gespielt!'", so der Musiker. "Nicht jeder spielt mit den Stones!"
Robert Smith sagte zunächst Nein
Weniger geradlinig verlief die Zusammenarbeit mit Robert Smith. Der Sänger von The Cure steuerte laut "NME" Gitarre zum Song "Divine Intervention" bei, dazu Synthesizer und Begleitgesang für "Never Wanna Lose You". Mitmachen wollte er ursprünglich allerdings nicht.
Im bandeigenen Podcast "Speaking In Tongues" erzählte Smith, wie er über Produzent Andrew Watt überhaupt ins Studio im Londoner Stadtteil Chiswick kam. Als Jagger ihn dort fragte, ob er etwas zum Album beitragen wolle, lehnte Smith zunächst ab. "Ich war darauf nicht wirklich vorbereitet", sagte er. Er sei mit dem Vorsatz gekommen, sich zu betrinken - und nicht, um auf einer Stones-Platte zu spielen.
Erst als Jagger das Studio bereits verlassen hatte, wurde Smith doch noch neugierig. Er wandte sich an Watt und sagte: "Komm schon, lass uns eine Gitarre einstöpseln, ich probiere mich an ein paar der Songs." So sei eines zum anderen gekommen. Jagger bezeichnete Smiths Beitrag gegenüber "NME" später als eine Art "Indie-Lick".
Winwood, Bruno Mars und ein Chili Pepper
Damit ist die Gästeliste noch längst nicht zu Ende. Steve Winwood, der auf gleich mehreren Songs mit Piano und Orgel vertreten ist, verbindet mit den Stones eine lange Geschichte. "Stevie habe ich kennengelernt, als er ungefähr 15 Jahre alt war. Damals hatte er mit der Spencer Davis Group gerade den riesigen Hit 'I'm A Man'", erinnerte sich Keith Richards im Interview mit dem "oeticket"-Magazin "Headliner".
Bruno Mars wiederum ist dem "NME" zufolge auf "Never Wanna Lose You" zu hören, während Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers bei der Coverversion von Chuck Berrys "Beautiful Delilah" mitwirkt. Neben eigenen Nummern verneigen sich die Stones außerdem vor der 2011 verstorbenen Amy Winehouse: Deren Klassiker "You Know I'm No Good" haben sie neu eingespielt.
Ein letzter Gruß von Charlie Watts
Der bewegendste Gastbeitrag stammt jedoch vom 2021 verstorbenen Stones-Schlagzeuger Charlie Watts, der auf "Hit Me In The Head" zu hören ist. "Das stammt aus den Sessions, die wir damals in Los Angeles aufgenommen haben", erklärte Jagger gegenüber "Headliner". "Dabei entstand auch 'Mess It Up', das schließlich auf 'Hackney Diamonds' gelandet ist - ebenfalls mit Charlie."
Damit die alten Spuren ins neue Klangbild passten, war behutsame Handarbeit gefragt. Ronnie Wood erklärte im selben Gespräch, Watt habe "Charlies Schlagzeugspuren ganz behutsam angepasst, damit sie sich nahtlos in Steve Jordans Spiel auf dem Rest des Albums einfügen".
Erste Kostproben gab es bereits im Frühjahr: Im Mai erschienen "In The Stars" und "Rough And Twisted", später folgten "Jealous Lover" und "Divine Intervention". "Foreign Tongues" ist der Nachfolger des Grammy-prämierten Albums "Hackney Diamonds" aus dem Jahr 2023.