Nach Festival-Ausladung: Neues Statement von Alphaville

Nach dem Hin und Her um ihren Auftritt beim Glücksgefühle-Festival hat die legendäre deutsche Gruppe Alphaville ("Big in Japan") ein neues Statement abgegeben. "Liebe Freunde, ich möchte mich im Namen von Alphaville bedanken für diese unfassbare Welle der Solidarität, die sich in den letzten Tagen entwickelt hat. Danke!", beginnt Sänger und Frontmann Marian Gold (72) den Beitrag auf seinem offiziellen Instagram-Kanal.
Neues Statement von Alphaville-Frontmann Marian Gold
Gold sagt, das Publikum des Glücksgefühle-Festivals habe die Veranstaltung in seine "eigenen Hände genommen und gezeigt, dass Glücksgefühle das Ergebnis einer inneren Haltung sind und nicht einer Verordnung von oben". Der Sänger wünscht allen Anwesenden und "allen Beteiligten auf dem Glücksgefühle-Festival weiterhin gute Unterhaltung".
Golds Worte nehmen Bezug auf die Ereignisse der vergangenen Tage. Das Festival rund um Veranstalter Markus Krampe (55) hatte die Gruppe zunächst ausgeladen. Gold hatte am 2. September auf Instagram aus einer Nachricht der Veranstalter zitiert. Demnach dulde man auf der Bühne "keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art" und wolle deshalb "von einem Auftritt von Alphaville beim 'Glücksgefühle'-Festival Abstand nehmen".
Ski Aggu und Nura spielen "Forever Young"
Nach heftiger öffentlicher Kritik lud das Festival Alphaville am Donnerstag schließlich wieder ein. Die Band lehnte eine Rückkehr jedoch ab. Entschuldigung und Einladung nehme man zur Kenntnis, erklärte die Gruppe auf Instagram. Zugleich äußerte sie die Hoffnung, dass Veranstalter Krampe die Bedeutung von Rede- und Kunstfreiheit künftig "gebührend respektiere". Die Entschuldigung des Veranstalters reichte der Band nicht für eine Rückkehr.
Das Glücksgefühle-Festival läuft seit dem 4. September auf dem Hockenheimring. Wie die "Bild"-Zeitung, die vor Ort anwesend ist, berichtet, sei der Alphaville-Song "Forever Young" zur "inoffiziellen Hymne des Festivals" geworden.
Artists wie Ski Aggu, DJ Alle Farben oder Rapperin Nura hätten ihn bereits auf der Bühne zum Besten gegeben und sich somit mit Alphaville solidarisch gezeigt.