Mumford & Sons im Flow: Das neue Album "Prizefighter" ist da

Mumford & Sons um Frontmann Marcus Mumford (39) veröffentlichen mit "Prizefighter" ihr sechstes Studioalbum. Fans mussten nicht lange auf neue Musik der britischen Folk-Rock-Band warten. Denn nach ihrem im vergangenen März veröffentlichten Comeback-Album steht nun schon wieder eine neue Platte im Regal.
Ein erfolgreiches Comeback
Mit ihrem fünften Album "Rushmere" meldeten sich Mumford & Sons zurück. Sieben Jahre nach dem letzten Album "Delta" und nach dem Weggang von Gitarrist Winston Marshall (38), der nach einer Kontroverse seit 2021 nicht mehr Teil der Band ist, veröffentlichten Marcus Mumford, Keyboarder Ben Lovett (39) und Kontrabassist Ted Dwane (41) als Trio ihr neues Werk. "Rushmere" eroberte unter anderem den Thron der UK-Charts. Das Album sorgte bei den Fans vor allem für Begeisterung, da sich die Band wieder vermehrt auf ihre Folk-Wurzeln besann.
Die Songs mussten auf die Bühne gebracht werden. Nach einer kleinen Club-Tour und einer "Record Store"-Tour zum Album-Release in UK stand eine Herbsttour in UK und Europa an. Die Begeisterung für die starken Live-Performances der Band war ungebrochen. Das Trio spielte unter anderem in Stockholm, Kopenhagen, Berlin, Köln, Amsterdam, Mailand oder London. Die Freude an den Auftritten war den Dreien anzusehen.
"Wir haben mehr Spaß als je zuvor als Band", erklärte Mumford dazu Ende November im Interview mit "NME". "Wir sind einfach nur froh, wieder da zu sein. Ich bin so motiviert wie schon lange nicht mehr." Die Band befand sich also wieder im Flow und nutzte eine produktive Songwriting-Phase, um nun bereits das nächste vollwertige Album zu präsentieren.
Neue Platte mit bekannten Stargästen
Laut Ankündigung konnte die Band in nur zehn Tagen mit einer ganzen Songsammlung aufwarten, die mehr als ein Album füllte. "Die meisten Künstler würden das über ihr neuestes Werk sagen, aber ich habe das Gefühl, dass wir gerade in unserer Blütezeit sind und die besten Songs schreiben, die wir je geschrieben haben", berichtete der Frontmann im "NME"-Gespräch. "Das sage ich nicht über jedes Album, aber bei diesem bin ich mir wirklich sicher." Die Band habe Zeit mit Pharrell Williams verbracht, "der mich als Songschreiber wirklich beflügelt hat; er hat mich wirklich inspiriert und mir neue Perspektiven eröffnet", erzählte der Sänger weiter.
Während "Rushmere" noch abgemischt wurde, begann bereits die Arbeit an "Prizefighter", das sie schließlich mit Aaron Dessner produzierten, mit dem die Musiker bereits an ihrem dritten Album "Wilder Mind" gearbeitet hatten. "Plötzlich haben wir ein neues Album begonnen und die Songs sprudelten nur so aus uns heraus, wie es seit dem ersten Album nicht mehr der Fall gewesen war. Es herrschte einfach diese Atmosphäre der Freiheit, Kreativität, Neugier und des Vertrauens zwischen uns dreien mit Aaron als unserem Produzenten."
Auf dem 14 Songs umspannenden Album sind auch einige andere Stimmen zu hören. "Wir haben schon oft mit anderen Künstlern auf der Bühne zusammengearbeitet, aber auf unseren Alben gab es bisher noch nie so viele Kollaborationen", erklärte Marcus Mumford dazu im "NME"-Interview. Es habe Spaß gemacht, "diese Türen zu öffnen, denn das spiegelt den Geist unserer Band wider".
Der erste Album-Vorbote "Rubber Band Man" hatte mit Hozier dann auch gleich einen Stargast zu bieten. Es folgten der Titelsong "Prizefighter" und "The Banjo Song". Auf dem Album sind zudem Chris Stapleton auf "Here", Gigi Perez auf "Icarus" und Gracie Abrams auf "Badlands" zu hören. Letztere nahm eine wichtige Rolle für die Band an. "Vom ersten Tag der Produktion war sie wie unsere Ratgeberin", verriet Mumford. "Sie ist eine wirklich interessante Künstlerin und eine echte Cheerleaderin. Daher war es ganz natürlich, sie zu bitten, auf dem Album zu singen. Und Mann, sie hat uns bei 'Badlands' einfach umgehauen."
Sommerliche Banjo-Klänge
Eine Reunion mit ihren Feature-Gästen könnte auch bald live bevorstehen. Denn die neue Platte feiert die Band dieses Jahr wieder auf der Bühne. Insbesondere stehen einige Festival-Auftritte an, darunter das British-Summer-Time-Festival im Londoner Hyde Park (4. Juli) oder das Rock in Rio in Rio de Janeiro (12. September). Zum BST kehren sie damit nach zehn Jahren und ihrem letzten Auftritt 2016 zurück. Die "Prizefighter"-Tour führt das Trio zunächst im April und Mai nach Australien und Neuseeland sowie anschließend nach Europa, wo die Band in Groningen (1. Juli), Rom (7. Juli) und erneut in Berlin (9. Juli) auftreten wird. Nach der Show in der Uber Arena im November werden die Musiker dieses Mal in Berlin auf der Waldbühne stehen.