Münchner Rundfunkorchester: Das neue Programm

Ein Ausblick auf die kommende Saison des Münchner Rundfunkorchesters, die sich – wieder mal – verblüffend vielseitig gestaltet.
Ludwig Vaitl / Onlineredaktion |
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Noch ist ja ein bissl Zeit. Aber so langsam muss ein neuer Chef her fürs Münchner Rundfunkorchester. Ulf Schirmer, der künstlerische Leiter, sagt 2017 nach einem Jahrzehnt Adieu. Wer in Frage kommt? Wir wollen nicht spekulieren, die jüngsten Berliner Nicht-Entscheidungen haben die Kulturwelt schon zu sehr auf Trab gehalten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die kommenden Saison der Rundfunker, die sich – wieder mal – verblüffend vielseitig gestaltet.

Rund 40 unterschiedliche Programme in mehr als 70 Konzerten stehen auf dem Plan. Darunter Raritäten, nach denen man durchaus suchen muss in der Musiktheaterlandschaft. Konzertant wird etwa die Oper „Dante“ des Fauré-Zeitgenossen Benjamin Godard aufgeführt – ein Paradies-Höllen-Mix, der zwischen Klassizismus und schwülem Fin de Siècle pendelt. Übrigens mit Sopranistin Véronique Gens (31. Januar 2016).

Dazu kommt Joseph Beers Operette „Polnische Hochzeit“ (22. November 2015). Der jüdische Komponist war 1937 drauf und dran, eine tolle Karriere zu machen. Die wurde durch die Nazis allerdings schnell gestoppt. Für Freunde der italienischen Oper steht unter anderem Puccinis „La rondine“ auf dem Programm (11. Oktober 2015).

In der Reihe „Mittwochs um halb acht“ wird ein wilder Bogen gespannt von Mendelssohns „Sommernachtstraum“ (4. Mai 2016) über das traditionelle Filmmusikkonzert mit frühen Tonfilmschlagern von Stolz, Kreuder und Co. (6. April 2016) bis zu unserer Lieblingslady des Belcanto, Edita Gruberová, die junge Gäste einlädt (9. Dezember 2015).

Auch die im Foto abgebildeten Herren sind von der Mittwochspartie: Das David Orlowsky Trio, bekannt für melancholisch-lässigen Klezmer, wird sich mit dem Rundfunkorchester an just dieses Genre machen (21. Oktober 2015).

Der vor zehn Jahren plötzlich verstorbene Marcello Viotti hat die Neue-Musik-Reihe „Paradisi gloria“ ins Leben gerufen. In dieser Saison geht es um die biblischen „vier Enden der Erde“.

Und schön, gleich das erste Konzert am 13. November wird Sohn Lorenzo Viotti dirigieren, der an der Oper Leipzig engagiert ist. Auf dem Programm: zwei Jungendwerke von Olivier Messiaen und Francis Poulencs „Sept répons des ténèbres“. „Märchenhaft“ wird’s ab Herbst bei der Nachwuchs-Konzertreihe „Klassik zum Staunen“.   
 

 

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