Moop Mama in München: So war das Konzert in der Muffathalle

Die Urban Brass Band Moop Mama lässt das Münchner Publikum in der Muffathalle ihre Lieder neu entdecken – die AZ-Konzertkritik.
| Jasmin Menrad
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Moop Mama in der Muffathalle - die AZ war begeistert.
jam Moop Mama in der Muffathalle - die AZ war begeistert.

Die Urban Brass Band Moop Mama lässt das Münchner Publikum in der Muffathalle ihre Lieder neu entdecken – die AZ-Konzertkritik.

Das Sousaphon tanzt mit Peter Laib durch die wogende Menge, Lukas Roth trägt seine Bassdrum wie einen dicken Bauch vor sich her und Rapper Keno verteilt High Fives an die Fan-Menge, die sich für die zehnköpfige Urban Brass Band teilt. Es ist nur konsequent, dass Moop Mama in der Muffathalle für „Skyline“ ins Publikum gegangen sind. Zahllose Guerilla-Gigs haben sie auf der Straße und in Parks gespielt, nur verstärkt mit einem Megaphon. Zweimal ausverkauft, am Samstag und Sonntag, haben sie jetzt ihren Tourabschluss vom neuen Album M.O.O.P. Topia in der Muffathalle gefeiert und ein weiteres Mal ihre überragenden Livequalitäten bewiesen.

Die Moops lassen die Münchner ihre Lieder neu entdecken, spielen mit ihrer Musik: Beim dystopischen „Paranoia“ rappt Keno im Stokkato mit einer roten Sturmmaske. Wer aus der Band nicht düster bläst oder trommelt, lässt eine Taschenlampe wie einen Suchscheinwerfer über die dunkle Bühne wandern. „Prokrastination“ zeigt sich im Schwarzlicht als gewaltiger Ravehit. Das „Menschenmeer“ mit der Flüchtlingsthematik als erster Song ist reduziert und entfaltet gerade deshalb eine Wucht. Bei „Typ*Ische Verhältnisse“ zeigen Moop-Gründer Marcus Kesselbauer (Tenorsaxophon), Jan Rößler (Posaune) und Menzel Mutzke (Trompete), dass sie auch rappen können und übernehmen die Parts von Roger und Schu von Blumentopf.

"Kommst du mit?" Na klar, wenn ihr vorausgeht

Beeindruckend ist nicht nur, wie auf den Punkt die Mamas miteinander spielen, sondern auch wie sie miteinander interagieren. Nicht nur, dass sie sich auf der übervollen Bühne mit zehn Musikern nicht gegenseitig auf den Füßen stehen, sie haben aufeinander abgestimmte Bewegungen, witzige Tänze und vermitteln dabei doch das Gefühl, all das würde spontan aus dem Jetzt entstehen.

Zum Abschluss der zweistündigen Feier noch ein Abriss mit „Alle Kinder“ - wildes Füßestampfen, Hände in die Luft. „Kommst du mit? Wir gehen jetzt los! Wir gehen jetzt!“ fragt Keno früher an diesem schönen Konzertabend in sein Megaphon. Na klar, wenn ihr vorausgeht, folgen wir der Hardcore-Band unter den Blaskapellen überallhin.

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