"Last Christmas": Deshalb ist der Hit "ein absoluter Goldesel"

Der Song "Last Christmas" gehört zu Weihnachten wie die Geschenke unter dem Baum. Ein Teil des Duos Wham! verdient daran allerdings nichts.
| (hub/spot)
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Andrew Ridgeley (56) war zwar eine Hälfte des Musikduos Wham! - am Dauerbrenner "Last Christmas" aus dem Jahr 1984 verdient er allerdings nicht mit. Die Musik der Band, die von 1981 bis 1986 bestand, prägte Ausnahmekünstler George Michael (1963-2016). Nach einem Jahr Wham! habe Ridgeley eingewilligt, von nun an keine Songs mehr mitzuschreiben: "Ich habe es im Nachhinein bereut", wird er von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zitiert, "aber ich wusste, es war die richtige Entscheidung für die Band".

Hier können Sie "Last Christmas" von Wham! hören

Ridgeley, der gerade sein Buch "WHAM! George & ich" vorgelegt hat, hat sich später aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Ein wenig Geld bringe ihm die ehemalige Zusammenarbeit dem Bericht zufolge dennoch ein: Er sei Co-Autor von Michaels Hit "Careless Whisper".

George Michael hat alles allein gemacht

Den Song "Last Christmas" dagegen hat Michael allein geschrieben, gesungen und produziert, er soll sogar jedes einzelne Instrument in der Aufnahme gespielt haben. Michaels Tontechniker Chris Porter war einer von nur sehr wenigen Leuten, die das Studio betreten durften. Er erzählte dem "Guardian" im Jahr 2017, dass die Aufnahme länger als gewöhnlich gedauert habe, da der Sänger nicht viel Erfahrung mit dem Keyboard gehabt habe. Michael sicherte sich so aber die Rechte. Seit dem Tod des Künstler 2016 gehen die Einnahmen an seine Erben.

Diese dürften laut "FAZ"-Bericht auch weiterhin gut an dem Hit verdienen, der nach wie vor zu den beliebtesten Weihnachtssongs zählt. Mit Einnahmen von Streamingdiensten, durch Cover-Versionen anderer Künstler und Tantiemen soll einiges zusammenkommen: Die Zeitung hat eine Schätzung aus dem Jahr 2009 angeführt, wonach Michael jedes Jahr rund neun Millionen Dollar durch das Lied verdient haben soll.

Das Label verdiene ebenfalls mit. "Der Löwenanteil der Einnahmen dürfte aber an Michaels Erben gehen", sagte Hubert Wandjo, Business Direktor und Geschäftsführer des Fachbereichs Musik- und Kreativwirtschaft an der Pop-Akademie Baden-Württemberg, der "Frankfurter Allgemeinen". Der Experte war der Zeitung zufolge als Manager bei Sony Music tätig und zu Beginn seiner Karriere mit "Last Christmas" befasst. Ein solcher Hit sei "ein absoluter Goldesel", sagt er.

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