Lady Gaga setzt mit neuem Album Zeichen für LGBTQ-Community

Vor zehn Jahren veröffentlichte Lady Gaga ihr Hit-Album "Born This Way". Zum Jubiläum erscheint nun eine Special-Edition, mit der die Sängerin ein besonderes Zeichen für die LGBTQ-Community setzt.
| (tae/spot)
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Lady Gaga verschafft LGBTQ-Stars auf ihrem neuen Album Gehör.
Lady Gaga verschafft LGBTQ-Stars auf ihrem neuen Album Gehör. © Universal Music / Brandon Bowen

Lady Gagas (35) zweites Album "Born This Way" erschien vor zehn Jahren und hat seitdem nichts an Aktualität eingebüßt. Es eroberte den Chartthron in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA. In diesen Ländern hielt es sich außerdem jeweils mehr als 30 Wochen lang in den Top 100. Zum zehnten Jubiläum veröffentlicht Lady Gaga nun am 25. Juni eine digitale Special-Edition des Longplayers - nicht ohne Grund im "Pride Month". Denn mit "Born This Way The Tenth Anniversary" feiert die Popikone die LGBTQ-Community.

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Bereits der Titelsong "Born This Way" ist ein Aufruf an alle, sich selbst so zu lieben, wie man ist. "Ich bin auf meine Art wunderschön, denn Gott macht keine Fehler", singt Lady Gaga. "Ich bin auf dem richtigen Weg, ich wurde so geboren." Damit wandte sie sich 2011 sowohl an ihre Kritiker als auch an alle, die an sich zweifeln und mit Unsicherheiten kämpfen. Über die Jahre wurde Lady Gaga auch zu einer LGBTQ-Aktivistin. Da kommt es nicht von ungefähr, dass auf dem Album auch Künstlerinnen und Künstler zu hören sind, die die LGBTQ-Community repräsentieren und unterstützen.

Lady Gaga lässt auf ihrem Album LGBTQ-Stars ihre Stimmen erheben

Neben den 14 Originaltiteln sind auf der Special-Edition sechs Songs mit neu interpretierten Versionen zu finden. Dazu gehören "Born This Way" von Orville Peck, "Judas" von Big Freedia, "Marry The Night" von Kylie Minogue, "The Edge of Glory" von Years & Years, "Yoü and I" von Ben Platt (27) sowie "Highway Unicorn (Road To Love)" von The Highwomen feat. Brittney Spencer und Madeline Edwards.

Orville Peck aus Kanada zeigt ähnlich wie der deutsche Künstler Cro nie sein Gesicht, es ist stets von einer Fransenmaske verhüllt. Seine Identität hat er bisher noch nicht preisgegeben. Der homosexuelle Künstler tritt für die Rechte der LGBTQ-Community besonders in der Countrymusik ein.

US-Rapperin Big Freedia, bürgerlich Freddie Ross Jr., definiert sich zwar als homosexueller Mann, zieht jedoch das Pronomen "sie/ihre" vor. Big Freedia sagte 2015 in einem Interview: "Ich bin ein aufrechter, schwuler Mann. Ich liebe meine feminine Seite. Sie ist die Diva in mir. Ich denke, die Geschlechtsidentität befindet sich auf einem Spektrum und das bedeutet, dass es eine Menge Grauzonen gibt!"

Kylie Minogue gilt als LGBTQ-Ikone

Kylie Minogue ist nicht nur ein Popstar, sie gilt auch als LGBTQ-Ikone. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. In Interviews sprach sie etwa immer wieder darüber, dass sie die sexuelle Einstellung eines Menschen niemals in Frage stellen würde. Große Aufmerksamkeit erhielt die Sängerin auch 2016, als sie durch einen Tweet ausdrückte, ihren damaligen Verlobten Joshua Sasse erst heiraten zu wollen, wenn es die Ehe für alle gebe. "Wir können 'Ich will' sagen, wenn ihr es auch könnt", erklärte sie damals. Ein Jahr später wurde die Ehe für alle in Minogues Heimat Australien beschlossen, ihre eigene Hochzeit fand jedoch nicht statt: Die Beziehung mit Sasse endete 2017.

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Years & Years ist das Musikprojekt des britischen Künstlers Olly Alexander, der sich neben seiner Karriere als Sänger ebenfalls für die LGBTQ-Community einsetzt. Er unterstützt Kampagnen zu Safer Sex und HIV-Tests sowie Initiativen gegen Mobbing. Er spricht offen über seine Homosexualität und den Zusammenhang mit psychischen Problemen aufgrund von Homophobie.

Der Song "Yoü and I" wird von Ben Platt interpretiert. Der Schauspieler und Sänger ist besonders für seine Rolle als Benji Applebaum in den ersten beiden "Pitch Perfect"-Filmen von 2012 und 2015 bekannt. Platt outete sich in seinem näheren Umfeld bereits im Alter von zwölf Jahren als homosexuell, in der Öffentlichkeit jedoch erst mit seinem Debüt-Album "Sing To Me Instead" (2019). Der Longplayer dreht sich um seine vergangenen Beziehungen mit Männern. "Ich hoffe sehr, die Zeit ist vorbei, in der man eine große Ankündigung machen musste", sagte er 2019 über seine Homosexualität in "The Ellen DeGeneres Show". "Es sollte einfach Teil der eigenen Arbeit und Teil dessen sein, wer man ist."

Lady Gagas Song "Highway Unicorn (Road To Love)" ist in einer neuen Version von der Gruppe The Highwomen feat. Brittney Spencer und Madeline Edwards zu hören. The Highwomen sind vier Frauen, die queere Countrymusik machen und in ihren Songs oft Geschlechterrollen umkehren. Brittney Spencer und Madeline Edwards sind zwei Singer-Songwriterinnen, die sich ebenfalls stark für die LGBTQ-Community einsetzen.

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