Kunstminister Blume würdigt "Jahrhundertdirigenten" – in Münchner war er gern gesehener Gast

Seine Auftritte waren nie vordergründig spektakulär und trotzdem voller Glanz. Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt hat auch in Bayern und München Musikgeschichte geschrieben.
von  AZ/dpa
Der Mann war ein Ausnahmekünstler. (Archivbild)
Der Mann war ein Ausnahmekünstler. (Archivbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) hat den weltberühmten Musiker Herbert Blomstedt nach dessen Tod als Jahrhundertdirigenten gewürdigt. "Bayern war ihm über Jahrzehnte eine musikalische Heimat. Besonders eng und herzlich war seine Verbindung zu den Bamberger Symphonikern, deren Entwicklung und unverwechselbaren Klang er seit den frühen 1980er-Jahren entscheidend mitprägte", sagte Blume in München. 2006 war Blomstedt, der am Mittwoch mit 99 Jahren gestorben ist, zu ihrem Ehrendirigenten ernannt worden. 

Auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Münchner Philharmonikern verband der Dirigent Blume zufolge eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. "Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Weggefährten", sagte der Minister.

Lebenslange Hingabe an die Musik

Das Künstlersekretariat am Gasteig in München teilte mit: "Sein größtes Anliegen war es stets, der Musik zu dienen." Mit seiner lebenslangen Hingabe an die Musik hinterlasse Blomstedt ein Vermächtnis, das weit über seinen Tod hinaus fortwirken werde.

Nach Berichten von Blomstedts Agentur starb er zu Hause im schwedischen Göteborg im Kreis seiner Familie. Blomstedt prägte Orchester in Europa und den USA: Er leitete die Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig und das NDR-Sinfonieorchester als Chefdirigent, zehn Jahre lang auch die San Francisco Symphony. Als Gastdirigent war er unter anderem in Boston, Chicago und Los Angeles gefragt.

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