Kiss in München: Rock'N'Roll per Naturgesetz

Kiss lädt zum Konzert in die Olympiahalle – und liefert. Die AZ-Kritik aus der Olympiahalle.
| Michael Burner
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Schminke und Zunge: Gene Simmons legt sich auch nach 40 Jahren Bandbestehen noch ins Zeug.
imago 7 Schminke und Zunge: Gene Simmons legt sich auch nach 40 Jahren Bandbestehen noch ins Zeug.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.
imago 7 Purer Rock'N'Roll in München: Kiss in der Olympiahalle.

Ein Bass spielender Gene Simmons auf einem zehn Meter hohen Podest, ein über dem Publikum schwebender Paul Stanley, viel Pyrotechnik, Blutkapseln und elastisches Zungezeigen – die oldschool Rock'N'Roller von Kiss haben ihr Versprechen in München eingelöst. In der ausverkauften Olympiahalle lieferten die Rock-Opas, was der Kiss-Fan seit mittlerweile 40 Jahren von der Band erwartet. Dass der glitzernde Glamrock aus dem letzten Jahrhundert noch immer Power hat, beweist vor allem das Händchen von Gitarrist und Sänger Stanley. Bereits beim zweiten Song, „Shout it out loud“ nagelt der 65-Jährige ein Solo in sein Instrument, bei dem auch Keith Richards oder Jimmy Page die Ohren anlegen würden. Ausgelassene Headbanger, die am ersten Wellenbrecher für Sauerstoffmangel und kriegszustandartige Szenen sorgen, darf man heute nicht mehr erwarten. Auch weil es keine Wellenbrecher mehr gibt.

Gmiatlich ist er geworden, der Kiss-Fan. Darf er aber auch sein. Er pogt nicht mehr. Er wippt jetzt mit. Die zur Pommesgabel geformte Hand in die Luft gestreckt. Mehr muss nicht. Er hört zu während die vier New Yorker den ehrlichsten und authentischsten Rock'N'Roll von der Bühne jagen. Die Band rockt ohnehin per Naturgesetz. Laut, schrill – und akrobatisch. Bei der Eleganz und Konsequenz, mit der Gene Simmons (67) seine Bling-Bling-Plateauschuhe über die Bühne bohnert, da könnte jedes Topmodel neidisch werden. Spätestens hier wird’s virtuos. Dass Deutschland und München nicht nur irgendein Stopp auf der Kiss-Worldtour sind, zeigt Stanley mit seiner schwarz-rot-goldenen Gitarre. Ein Hommage an seine aus Berlin stammende Mutter.

Die Zugabe mit „Detroit Rock City" und „I was made for loving you Baby“ ist eingepackt in Licht-, Laser und Pyroshow. Die Schleusen der Konfettikanonen sind voll geöffnet. Die Kiss Army holt nochmal Schwung und feuert seine Fans in die laue Münchner Sommernacht hinaus. Versprechen eingelöst.

Lesen Sie auch: Udo Lindenberg in der Olympiahalle: Ein Fest für Alle!

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren