Kenny Morris: Ex-Drummer von Siouxsie and the Banshees ist tot

Trauer in der Post-Punk-Szene: Kenny Morris, der erste Schlagzeuger von Siouxsie and the Banshees, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der Musiker prägte mit seinem Spiel die ersten beiden Alben der legendären britischen Band.
(stk/spot) |
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Kenny Morris (Mitte) und die Gründungsmitglieder Siouxsie Sioux (l.) und Steve Severin.
Kenny Morris (Mitte) und die Gründungsmitglieder Siouxsie Sioux (l.) und Steve Severin. © getty/Ian Dickson/Redferns

Die britische Post-Punk-Szene trauert um einen ihrer Pioniere: Kenny Morris, erster Schlagzeuger der Band Siouxsie and the Banshees, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Das berichtet die "Daily Mail". Die Todesursache ist demnach bislang nicht öffentlich mitgeteilt worden.

Morris gehörte 1977 zur Urbesetzung der Band um Frontfrau Siouxsie Sioux, Bassist Steven Severin und Gitarrist Peter Fenton. Sein markantes Spiel findet sich auf den ersten beiden Studioalben der Banshees: "The Scream" von 1978 und "Join Hands" aus dem Jahr 1979. Beide Platten erreichten die Top 20 der britischen Albumcharts und gelten bis heute als wegweisende Werke des Post-Punk.

1979 verließ Morris die Band nach einem Streit während einer Autogrammstunde - gemeinsam mit Gitarrist John McKay, der in der Zwischenzeit Fenton ersetzt hatte. Es folgte eine Solokarriere mit Live-Auftritten, später besuchte er eine Filmschule und zog schließlich nach Irland, zunächst nach Cork, dann nach Dublin.

Vom Schlagzeug zur Leinwand

In seiner Wahlheimat machte sich Morris auch als bildender Künstler einen Namen. Seine Gemälde wurden in bedeutenden Ausstellungen in ganz Irland gezeigt. Zuletzt kehrte er zur Musik zurück und trommelte für Shrine Of The Vampyre, eine Post-Punk-Goth-Band aus Dublin.

Musiker und Musikjournalist John Robb, ein Freund des Verstorbenen, würdigte Morris mit bewegenden Worten. "Kenny war ein Freund von uns, und es war immer eine Freude, ihn zu sehen und Zeit mit ihm zu verbringen, wenn wir Cork besuchten", schrieb er. Morris sei "liebenswürdig, wortgewandt, künstlerisch und faszinierend" gewesen. Seine "wunderbare Exzentrik" habe ihn unverwechselbar gemacht. Stets habe er den kunstvollen Konfrontationsgeist der Punk-Ära der 70er Jahre verkörpert, "deren zentraler Teil er war", wie Robb betonte.

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