Kanye West: Konzerte in Russland finden nicht statt

Nach dem Wirbel um die Konzerte von Kanye West in Russland steht nun offenbar fest, dass der US-Rapper dort nicht auftreten wird.
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Kanye West: Seine Auftritte in Russland sind gestrichen.
Kanye West: Seine Auftritte in Russland sind gestrichen. © Imago images/ZUMA Press Wire / Javier Rojas

Zwei geplante Konzerte des umstrittenen Rappers Ye alias Kanye West (49) in St. Petersburg wurden laut Medienberichten von den Veranstaltern abgesagt. Ursprünglich sollten die Auftritte am 10. und 11. Oktober stattfinden. Einen offiziellen Grund für die Absage gibt es offenbar nicht.

Die angesetzten Shows des US-amerikanischen Musikers hatten aber für heftige Kritik gesorgt. West hatte in den vergangenen Jahren mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht.

Die Gazprom Arena, in der die Konzerte stattfinden sollten, gab laut "The Moscow Times" an, niemals einen Vertrag mit der verantwortlichen Agentur Say Agency unterzeichnet zu haben und die Ye-Konzerte daher nicht ausrichten zu können. Die Agentur beharrte dem Bericht zufolge zunächst darauf, dass die Auftritte dennoch stattfinden würden. Der Veranstalter hat diese Aussagen jedoch inzwischen zurückgenommen, heißt es.

Viele Absagen für Kanye West

Bereits im Frühjahr wurde bekannt, dass eine Show von Kanye West, die für Juni in Polen geplant war, nicht über die Bühne geht. Das Stadion Śląski im südpolnischen Chorzów hatte damals erklärt, der angesetzte Auftritt des Musikers werde "aus formalen und rechtlichen Gründen" nicht stattfinden. Für West wäre es laut BBC die erste Show auf polnischem Boden seit 15 Jahren gewesen.

Die polnische Kulturministerin Marta Cienkowska (38) hatte die ursprüngliche Buchung zuvor scharf verurteilt und als "inakzeptabel" bezeichnet. Die Absage in Polen war dabei keine Ausnahme. Wenige Tage zuvor hatte West bereits einen geplanten Auftritt in Marseille verschoben. Die britische Regierung hatte dem Musiker zudem die Einreise verweigert, woraufhin seine Teilnahme als Headliner beim Londoner Wireless Festival platzte.

West hatte nach seinen antisemitischen Äußerungen versucht, die Wogen zu glätten. In einer ganzseitigen Anzeige im "Wall Street Journal" im Januar sowie in jüngsten Statements schrieb er seine Ausfälle seiner bipolaren Störung zu.

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