Good Charlotte kommen "auf jeden Fall" nach Deutschland

Audio von Carbonatix
Good Charlotte haben vor wenigen Wochen "Motel du Cap" veröffentlicht, ihr erstes Album seit sieben Jahren. Jetzt spielen sie zunächst vereinzelte Shows, bevor sie 2026 auf Welttournee gehen wollen. Offiziell angekündigt ist sie zwar noch nicht, doch konkrete Pläne gibt es bereits. "Deutschland steht ganz oben auf der Liste", sagt Leadsänger Joel Madden (46) im Interview mit spot on news. Gemeinsam mit Zwillingsbruder Benji Madden spricht er darüber, wie sich das Tourleben für sie verändert hat und ob sie sich vorstellen können, mit 70 Jahren noch Konzerte zu geben.
Ihr habt erst vor Kurzem euer erstes Album in sieben Jahren veröffentlicht. Wie war das für euch?
Joel Madden: Es fühlt sich großartig an. Wir haben uns sehr gefreut, es endlich zu veröffentlichen, und es fühlt sich gut an, dass es jetzt draußen ist. Es ist schön, dass Good Charlotte wieder zusammen sind, ein paar Shows spielen und sich auf eine Welttournee vorbereiten. Es ist toll, wieder zusammen zu sein.
Eine Welttournee also. Wie groß wird sie werden und werdet ihr auch nach Deutschland kommen?
Joel: Deutschland steht ganz oben auf unserer Liste. Es ist einer der schönsten Orte, an denen wir spielen können. Wir kommen auf jeden Fall, hoffentlich sogar mehrmals. Deutschland-Konzerte sind fest eingeplant, wir freuen uns riesig darauf.
Wie erlebt ihr das deutsche Publikum?
Joel: Es ist echt klasse. Die Leute scheinen uns einfach zu verstehen. Wir hatten schon immer eine richtig gute Verbindung zu unseren deutschen Fans. Mit ihnen machen Konzerte Spaß, die Shows sind super. Wann immer wir in Deutschland sind, haben wir das Gefühl, dass alles rund läuft.
Benji Madden: Wir lieben Deutschland - auch, weil das Touren dort so angenehm ist. Man findet überall gutes Essen, es gibt schöne Orte, die Leute sind freundlich und man fühlt sich willkommen. Deshalb ist Deutschland immer ein Highlight auf einer Welttournee.
Inwiefern hat sich eure Tour-Routine seit den Anfangstagen verändert?
Joel: Sie hat sich ziemlich stark verändert. Wir sind ruhiger, fokussierter geworden und machen weniger Party. Es ist nicht mehr so wie früher, als man nach dem Konzert abgehangen hat, fast schon Zeit totschlagen wollte und feiern war.
Benji: Ja, das machen wir heute gar nicht mehr (lacht).
Joel: Heute heißt es: Die Show spielen, ausruhen, und am nächsten Tag wieder fit aufstehen.
Ihr feiert bald bereits euer 30-jähriges Bandjubiläum. Was motiviert euch, weiterzumachen?
Benji: Wir haben uns erst eine ziemlich lange Auszeit genommen. Das hat uns gutgetan. Aber es gibt etwas an dem Ganzen, von dem man sich nicht lösen kann. Die Band gehört zum Leben dazu - es würde sich seltsam anfühlen, aufzuhören.
Joel: In den letzten Jahren haben wir unseren Fokus auf ganz andere Dinge gelegt, auf Bereiche, bei denen wir früher gar nicht wussten, dass wir daran arbeiten müssen. Wir haben unsere Shows weiterentwickelt und sind jetzt live besser als je zuvor. Früher sind wir einfach raus auf die Bühne und haben unser Bestes gegeben. Jetzt arbeitet jeder an sich und seiner Performance. Wir bauen unsere Liveshow immer weiter aus, was mich motiviert, mich immer wieder zu übertreffen. Und wir wissen, dass wir nicht Hunderte Konzerte geben werden. Deshalb muss jede Show etwas Besonderes sein. Wir wollen, dass jeder in den nächsten drei Jahren nicht zehn, sonders höchstens ein paar Auftritte erleben kann. Wir möchten diese Shows unvergesslich machen - nicht nur, weil Fans ihr Geld und ihre Zeit investieren, sondern auch wegen des Vermächtnisses unserer Band.
Wo geht die Reise für Good Charlotte in den kommenden Jahren hin?
Benji: Wir wollen das Ganze weiterhin als etwas Besonders behandeln. Wir werden nicht zu viel veröffentlichen, aber dafür regelmäßig. Die Leute sollen merken: Wenn wir etwas machen, dann, weil es uns wichtig ist.
Joel: Wir freuen uns darauf, mit dem neuen Album auf Tour zu gehen und das nächste zu schreiben.
Könnt ihr euch vorstellen, mit 70 Jahren noch auf der Bühne zu stehen?
Joel: Ehrlich gesagt nicht. Aber ich hätte mir auch nicht vorstellen können, mit 46 Jahren noch auf der Bühne zu stehen. Ich kann es also nicht sagen. Ich glaube nicht, dass ich mit 70 Jahren noch auftreten werde, aber sage niemals nie. Wer weiß, vielleicht bin ich bis dahin eine Art Cyborg oder so. Wer weiß schon, was kommt?
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
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