ESC-Finale in Wien: Bohlen und Lombardi stehen hinter Sarah Engels

Wenige Stunden vor ihrem Auftritt beim ESC-Finale in Wien hat sich Sarah Engels (33) mit einer emotionalen Botschaft an ihre Fans gewandt. "Ich kann es nicht glauben, dass heute Abend einfach diese Reise zu Ende geht und dass ich vor so vielen Millionen Menschen auftreten und performen werde", sagt sie sichtlich bewegt in einem Instagram-Video.
Der Kern ihrer Botschaft ist nicht der ESC-Sieg, sondern etwas Größeres. Engels spricht von der "kleinen Sarah", die sie einmal war, und davon, dass sie sich als Kind niemals hätte vorstellen können, einmal wirklich auf dieser Bühne zu stehen. "Wenn ich an die kleine Sarah zurückdenke, dann hätte sie sich niemals zugetraut und auch niemals daran geglaubt, dass sie mal ihr ganzes Land vertreten wird und vor 160 Millionen Menschen performen wird." Ihre Botschaft an die Zuschauer: Träume sind möglich, auch wenn sie zunächst unmöglich erscheinen. "Ich weiß, dass jeder Mensch da draußen seine Träume verwirklichen kann, wenn man ganz, ganz fest dran glaubt."
Dabei tritt Engels heute unter schwierigen Bedingungen an, nämlich auf Position zwei - einem Startplatz, der beim Eurovision Song Contest als besonders ungünstig oder sogar verflucht gilt. Beiträge im frühen Feld geraten bis zur Abstimmung oft in Vergessenheit, noch nie hat ein Beitrag mit dieser Position gewonnen. Engels zeigte sich davon zuletzt unbeeindruckt: "Ich bin auf jeden Fall motiviert und ich habe immer noch genauso Lust wie vorher auch."
Lombardi wünscht Glück
Einer, der in diesen Tagen besonders häufig auf Sarah Engels angesprochen wird, ist ihr Ex-Mann Pietro Lombardi. Im Podcast "Patchwork Boys", den er gemeinsam mit Comedian Oliver Pocher betreibt, kam das Thema ESC und Engels laut "Bunte" auf den Tisch. Pocher fragte direkt: "Wie geht die ganze Nummer aus und gönnst du es ihr?"
Lombardis Antwort: "Am Ende ist es ja auch eine Leistung, dabei zu sein. Ich gönne ihr den besten Platz, der möglich ist für Deutschland." Eine Einschätzung zur Platzierung wolle er sich aber nicht anmaßen. Sein abschließendes Wort: "Ich wünsche ihr da viel Glück. Ich meine das ernst, ich wünsche ihr wirklich Glück." Das Mittelfeld würde er schon als Erfolg werten.
Bohlen schickt Rückenwind
Auch Engels ehemaliger Mentor Dieter Bohlen hat ermutigende Worte für Engels. Der Musikproduzent, der sie einst bei DSDS entdeckte, sagt laut "Bild": "Ich finde es toll, dass jemand, der bei DSDS gestartet ist, jetzt beim ESC dabei ist. Sarah ist eine tolle Sängerin, mit sehr viel Erfahrung. Sie wird als Sängerin überzeugen."
Doch Bohlen denkt auch an den Fall der Fälle. Mit einer für ihn typischen Nüchternheit fügt er an: "Viele vergessen aber, dass das mal ein Komponisten-Wettbewerb war und Sarah nichts dafür kann, falls ihr Titel nicht so ankommt." Eine Art Versicherung für Engels - falls "Fire" das Publikum doch nicht entzünden sollte. Seine Botschaft an die Sängerin ist eindeutig: "Ich drück ihr die Daumen und hoffe, sie kann den Auftritt genießen. Man tritt nicht jeden Tag vor so vielen Menschen auf und für ihre Bekanntheit ist das eine Win-Win-Situation. Sarah, gib alles!"