Coldplay heizt den Münchnern ein

Temperatursturz, Nässe, Regen, Stau - die Voraussetzungen für das "größte Konzert des Jahres" sind alles andere als gut. Doch Coldplay heizt den Münchnern richtig ein.
| Florian Koch
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Wie vom Blitz getroffen bricht Chris Martin auf der Bühne zusammen. Regungslos liegt er auf einer bunten Konfettidecke, die Musik ist längst verstummt. Doch die 55000 Fans im Olympiastadion wissen, wie man den Frontmann von Coldplay wiederbelebt: „Oh oh oh, oh oh oh“ singen sie, erst leise, dann immer lauter, bis Martin wieder aufspringt.

Der „Viva la vida“-Chorus hat sich längst in jedem Fußballstadion etabliert. Da ist es schon fast ironisch, dass in München längst woanders der Ball rollt, und Bastian Schweinsteiger samt Anhang dem bunten Treiben beiwohnt. Überhaupt ist die Show der Briten, wie schon ihr aufregendes Abschlusskonzert bei den Paralympics, eine sportliche Veranstaltung. Die fünf runden Bühnen-Screens, auf der man die Band auch mal in ästhetisch-verregnetem Schwarzweiß bewundern kann, erinnern an auseinandergeschobene Olympiaringe. Und das olympische Motto „Dabei sein ist alles“ haben sich auch die durchgefrorenen Fans auf die Regenschirme geschrieben, die stundenlang in der Nässe auf ihre Idole warten.

Wenn es eine Gruppe gibt, die Petrus den Stinkefinger zeigen kann, dann Coldplay. Ihr Auftritt als spektakulär zu bezeichnen, ist eine glatte Untertreibung. Gleich zu Beginn fahren die vier Musiker alles auf, was der Bühnenapparat hergibt. Zischende Raketen, bunte Laserblitze und natürlich wieder Konfetti. Als ob das nicht schon genug des optischen Overkills wäre, hat die Band auch noch ferngesteuerte, elektronische Lichterarmbänder verteilt.

Ob sich der daraus entstehende Müll mit Martins Öko-Anspruch verträgt, steht auf einem anderen Blatt. Wer vor drei Jahren im Reitstadion Riem bereits dabei war, wird erkennen, dass Coldplay neben dem „Viel hilft viel“-Motto dramaturgisch wenig Neues eingefallen ist. Martin verspielt sich mal wieder gekonnt („Speed of Sound“), kokettiert mit seinen Deutschkenntnissen, nutzt eine kleine Nebenbühne als entspanntes Akustikset und verlässt sich vor allem auf alte Hits wie „Yellow“.

Wen stört es da schon, dass die Rockstar-Gossensprache-Attitüde („That’s teamwork, motherfucker!“) samt Gitarre in die Luft werfen affektiert wirkt. Dass die Band trotz aller Kommerzialität noch witzig sein kann, beweist sie mit der Spontaneinlage von „Singin’ in the Rain“. Welch treffender Abschluss für das einzige Konzert im Olympiastadion in diesem Jahr. 2013 sieht die Sache anders aus, da werden sechs Weltstars im Areal erwartet. Wir spekulieren schon mal darauf, dass einer Robbie Williams heißt.

 

 

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