Brexit: Musikgrößen greifen britische Regierung an

Ohne Visa und Arbeitserlaubnis können britische Musiker durch den Brexit nicht mehr in Europa touren. Die großen Stars der Branche fordern von der Regierung Nachbesserungen.
| (hub/spot)
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Elton John gehört zu den Unterzeichnern des offenen Briefs.
Elton John gehört zu den Unterzeichnern des offenen Briefs. © Andrea Raffin/Shutterstock.com

Einige der größten britischen Musikstars werfen ihrer Regierung vor, die Künstler des Landes mit dem Brexit-Deal fallenzulassen. Unter anderem Sir Elton John (73, "Diamonds"), Liam Gallagher (48), Sting (69), die Band Radiohead, Kim Wilde (60) oder Brian May (73) haben sich klassischen Komponisten wie Judith Weir (66) angeschlossen, um die Brexit-Vereinbarung anzuprangern. Durch die Reiseregeln werde "Europa zu einer No-Go-Zone" für britische Musiker, so die Künstler.

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In einem in der "Times" veröffentlichten Brief, der von mehr als 100 Musikern und Dutzenden anderer prominenter Persönlichkeiten der Branche unterzeichnet wurde, heißt es: Das Versagen der Regierung in den Verhandlungen bedrohe die Zukunft des kulturellen Austauschs mit dem Kontinent. Sie fordern die Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um visumfreies Touren für britische Musiker in der Europäischen Union zu ermöglichen.

"Tür ist offen"

Aus der Downing Street heißt es dazu laut BBC, die Unterzeichner des offenen Briefs sollten die EU fragen, warum der "vernünftige britische Vorschlag" abgelehnt worden sei. Kultusminister Oliver Dowden (42) wird demnach Vertreter der Musikindustrie treffen, um über das Thema zu sprechen. Aus dem Ministerium hieß es dem Bericht zufolge zuvor außerdem, "die Tür ist offen", wenn die EU bereit sei, die Vorschläge Großbritanniens zu prüfen, um eine Einigung für Musiker zu erzielen.

In der Zwischenzeit müssen Musiker und Künstler für Europa-Tourneen jeweils die nationalen Regeln für jeden Mitgliedstaat beachten, in dem sie auftreten wollen. Das könnte bedeuten, dass sie mehrere Visa oder Arbeitserlaubnisse brauchen, was laut BBC nach Ansicht einiger Experten teuer oder sogar unerschwinglich wäre - insbesondere für Musiker zu Beginn ihrer Karriere.

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