Beatrice Egli: "Ich kneife mich häufig, bin schon ganz blau"

Die Gewinnerin der zehnten DSDS-Staffel ist zurück: die Schlagersängerin Beatrice Egli bringt diese Woche ihr neues Album "Pure Lebensfreude" heraus.
| (stk/spot)
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Beatrice Egli ist das neue Gesicht am Schlager-Himmel
Universal/Ben Wolf Beatrice Egli ist das neue Gesicht am Schlager-Himmel

Berlin - Spätestens mit ihrem Sieg bei "Deutschland sucht den Superstar" im Mai diesen Jahres schien ein neuer Star am Schlagerhimmel aufgegangen zu sein. Nur sechs Monate später wartet die 25-jährige Schweizerin Beatrice Egli bereits mit ihrem zweiten Studioalbum "Pure Lebensfreude" auf. Was ihre Fans von der neuen Platte erwarten können, wie es ist mit Dieter Bohlen zusammenzuarbeiten und was selbst so einer Frohnatur wie ihr die Laune verderben kann, verrät Egli im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Ihr Erfolg bei "Deutschland sucht den Superstar" ist gerade einmal ein halbes Jahr her, nun erscheint bereits ihr zweites Album. Kneifen sie sich manchmal selbst, um ihren Werdegang glauben zu können?

Beatrice Egli: Ich kneife mich sehr häufig, bin schon ganz blau überall (lacht). Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her, in der kurzen Zeit ist aber so viel passiert, quasi ein Traum nach dem anderen hat sich für mich erfüllt. Durch alles, was ich seitdem erlebt habe, fühlt es sich natürlich viel länger an.

Kann es überhaupt noch besser werden?

Egli: Das hoffe ich doch! Jetzt kommt bald mein zweites Album auf den Markt und natürlich hoffe ich, dass es ein ähnlicher Erfolg wie mein Debüt wird. Mein Ziel ist es, den Erfolg beizubehalten. Nicht über ein oder zwei Jahre, sondern über Jahrzehnte.

Ist es nicht anstrengend, wenn sich das Leben so plötzlich wandelt, oder hat sich vielleicht gar nicht so viel verändert, wie man glauben mag?

Egli: Es hat sich schon sehr viel verändert. Ich bin jeden Tag unterwegs, kaum noch zuhause. Mein Zeitgefühl ist ein komplett anderes, Zeit generell ist zum Luxus geworden. Familie und Freunde sieht man sehr wenig und wenn man mal die Zeit hat, ist sie oft so kurz bemessen, dass man es kaum genießen kann. Gleichzeitig habe ich mich aber überhaupt nicht verändert, daher fühlt sich auch Manches wie immer an. Ich liebe, was ich schon immer geliebt habe und es ist sogar noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe. Ich möchte daher auf keinen Fall, dass es ruhiger wird. Es soll weiter so turbulent um meine Person zugehen und ich will auch weiter interessant für die Medien bleiben.

Sie scheinen auf einem guten Weg zu sein. Nach ihrem Debüt im Mai kommt diese Woche nämlich ihr zweites Album "Pure Lebensfreude" auf den Markt. Was können Ihre Fans davon erwarten?

Egli: Die pure Lebensfreude, also genau das, was ich momentan verspüre. Wir haben die Zeit genutzt, um die Lieder ganz genau auf mich zuzuschneiden und um sicher zu stellen, dass es auch wirklich zu meinem Album wird. Meine Lebensfreude möchte ich weiterschenken, damit ich die Menschen durch die kalte und dunkle Winterzeit bringen kann, die jetzt ansteht.

Das zweite Album wird gerne als das Schwierigste bezeichnet. Hatten Sie ein ähnliches Gefühl?

Egli: Der Druck ist auf jeden Fall da, ich bin deswegen auch sehr aufgeregt auf Freitag, wenn das Album erscheinen wird. Man hofft ständig, dass es ähnlich gut aufgenommen wird, wie das Erste. Während der Produktion war es aber alles andere als schwierig, weil Dieter Bohlen und ich verstehen uns unheimlich gut und ich wusste auch genau, was ich will. Wir haben auch wahnsinnig viel einfach ausprobiert und so das Beste aus jedem Lied gemacht. Ich war zudem viel mehr in den Prozess eingebunden und konnte mitreden, das hat mir das Ganze im Grunde sogar leichter gemacht.

"Verrückt nach dir" ist die erste Single-Auskopplung. Warum fiel die Wahl auf dieses Lied?

Egli: Es passt einfach sehr gut zu meinem Leben und meiner Person. Ich bin manchmal einfach verrückt und mein Leben spielt häufig verrückt, aber im positiven Sinne. Ich genieße jeden Moment, in dem mir alles so verrückt erscheint, dass ich mich eben kneifen muss. Man hört sich dann die Titel durch und bei diesem Song war uns allen klar: Das ist es, das muss als Erstes von allen zu hören sein.

Sie haben Dieter Bohlen bereits angesprochen, mit dem Sie auch das neue Album wieder zusammen produziert haben. Sind Sie ein echtes Dream-Team geworden?

Egli: Wir zwei verstehen uns unheimlich gut und musikalisch passt es einfach zwischen uns. Er weiß so viel und hat einen Ehrfahrungsschatz, der enorm groß ist. Daraus habe ich auch geschöpft und Vieles mitnehmen können, was für mich als Künstlerin wichtig ist. Außerdem mag ich ehrliche, direkte Menschen und bei ihm habe ich durch diese Direktheit immer schnell gemerkt, was er von mir will.

Können Sie sich vorstellen, ein Lied auf Englisch zu schreiben? Zumindest bei den Motto-Shows haben Sie ja auch ein Paar englischsprachige Lieder gesungen.

Egli: Ich liebe die deutsche Sprache und ich liebe es auf Deutsch zu singen. Von daher eher nicht, weil ich sonst auch den Eindruck hätte, mich zu verstellen. So lassen sich die eigenen Gefühle auch schlichtweg besser vermitteln.

Wer sind Ihre musikalischen Vorbilder?

Egli: Also was Andrea Berg erreicht hat, ist wirklich unglaublich. Über so viele Jahre derartige Erfolge feiern zu können, das ist wirklich aller Ehrenwert. Ich finde sie zudem als Künstlerin und als Mensch ganz großartig und schätze sie sehr. Letzte Woche haben wir uns in der Chart-Show getroffen und wir haben viel miteinander geplaudert. Sie fragt auch immer nach, wie es mir geht, fast wie ein Beschützerinstinkt.

Spüren Sie als überzeugte Schlagersängerin ein Umdenken der Menschen, wenn es um Ihre Musikrichtung geht?

Egli: Was ich zuletzt erlebt habe, als ich auf meiner Tour war, dass viele Leute da waren, die sonst nur auf Rock-Konzerte gehen. Sie kamen dann nach der Show zu mir und meinten, dass sie noch nie auf einem Schlagerkonzert waren. Aber das ist nicht wegen mir, es ist wegen der Musik, zu der sie davor irgendwie noch keinen Zugriff bekommen konnten. DSDS hat in der Hinsicht natürlich auch viele Grenzen gebrochen. Schlager hat die gleiche Daseins-Berechtigung, wie jede andere Musikrichtung. Das Schöne an der Musik ist doch, dass es Unterschiede gibt - das macht es doch erst interessant. Ich persönlich würde nie ein Genre komplett ablehnen. Im Schlager dagegen wird meist alles sofort verteufelt.

Sie sind erst 25 Jahre alt. Wo geht die Reise noch hin?

Egli: Ich hoffe, dass die Reise nie endet! Dass ich weiterhin voller Freude und voller Glück meinen Weg gehen kann und diese Freude für meine Musik weiter beibehalten werde. Die Touren sollen immer größer werden, immer mehr Menschen sollen Gefallen an meiner Musik finden.

Sie wirken immer so fröhlich und unbekümmert. Kann man Sie eigentlich auch einmal schlecht gelaunt erwischen?

Egli: Auf jeden Fall! Wenn ich nichts zu Essen bekomme zum Beispiel. Die Zeit die jetzt vor der Türe steht, ist auch nicht meine Lieblingsphase im Jahr. Wenn es morgens beim Aufstehen so dunkel ist und es abends schon früh wieder dämmert, dann schlägt das schon auf mein Gemüt. Dann bin ich immer froh, dass es gute Musik gibt - Musik stellt mich immer wieder auf.

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