Michael Jackson und die (Sehn)Sucht nach Liebe

Zum ersten Todestag Michael Jacksons am 25. Juni gibt es einen Programm-Marathon deutscher Sender: Dokus über Psyche und Ruhm des „King auf Pop“ bis hin zu „This Is It". Das komplette Programm im AZ-Überblick
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Michael Jackson - vor einem Jahr starb der King of Pop
dpa Michael Jackson - vor einem Jahr starb der King of Pop

MÜNCHEN - Zum ersten Todestag Michael Jacksons am 25. Juni gibt es einen Programm-Marathon deutscher Sender: Dokus über Psyche und Ruhm des „King auf Pop“ bis hin zu „This Is It". Das komplette Programm im AZ-Überblick

Auch nach seinem Tod bricht Michael Jackson noch die Rekorde im Show-Geschäft. Der Dokumentarfilm über die Vorbereitungen zu seiner Comeback-Tour „This Is It“ spielte in den ersten zwei Wochen 200 Millionen US-Dollar in die Kinokassen. ProSieben zeigt den Film am 24. Juni um 20.15 Uhr. Ein Beitrag in einem wahren Programm-Marathon, den sich die Sender zum einjährigen Todestag des „King of Pop“ liefern, der am 25. Juni 2009 mit nur 50 Jahren starb.

Der Digitalkanal ZDFneo widmet dem erfolgreichsten Popmusiker aller Zeiten am Sonntag eine ganze „Michael-Jackson-Nacht“, in deren Mittelpunkt das legendäre Konzert im Münchner Olympiastadion 1997 steht. Den Todestag 25. Juni würdigt das ZDF-Boulevardmagazin „Leute heute" um 17.45 Uhr mit einer monothematischen Sondersendung.

Am morgigen Sonntag startet der Bio Channel mit der Doku-Reihe „The Jacksons“ über die berühmte Show-Familie. Michaels Brüder, mit denen der Superstar schon in früher Kindheit auf der Bühne stand, versprechen exklusives Privatmaterial. In der ersten Folge begleitet die Kamera die vier verbliebenen Jackson5-Brüder auf ihrem Weg zurück ins Studio, wo sie ihr Comeback-Album aufnehmen wollen.

Um wieder das Gefühl der alten Zeiten zu bekommen, machen sich die Brüder auf in ihre alte Heimat nach Gary im US-Bundesstaat Indiana. Im Wohnzimmer des Reihenhäuschens ist vom traumatisierenden Drill des brutalen, geschäftsgierigen Vaters Joe nicht die Rede, nur von gewonnenen Talentwettbewerben und dem großen Wir-Gefühl.

Natürlich bleiben die gealterten Show-Jacksons ihrem Publikum eine gewisse Dramatik nicht schuldig. Im Studio will es einfach nicht klappen, bis eine tränenreiche Aussprache weit zurückliegende Verletzungen aufs Tablett bringt. „Nichts kann uns aufhalten, wenn wir zusammenhalten“, ist das Credo dieser Mit-Fünfziger, die es unbedingt noch einmal wissen wollen.

Spannend ist auch der Besuch auf einer Grillfeier der Großfamilie. Da wuseln Kinder in verschiedenen Altersstufen umher, ein bildhübsches Teenie-Mädchen, ein cool-tätowierter Rapper, ein wildgelockter Rabauke. Es sind Szenen, die Einblicke in eine zutiefst amerikanische Familie geben, die sich einst am viel beschworenen Traum berauscht hat und immer noch an den Entzugserscheinungen leidet. Die erste Folge gibt’s am Sonntag um 21 Uhr im Bio Channel, alle weiteren Folgen immer sonntags um 20 Uhr.

Eine Dokumentation für alle, die sich für das Phänomen Michael Jackson interessieren, bietet am kommenden Montag um 21Uhr die ARD (in der Staffel „Legenden“).

Es ist die bekannte Geschichte vom kleinen schwarzen Jungen, der nur den Wunsch hatte, auf der Bühne zu stehen, bis hin zum gefallenen Popstar mit kaputtoperierter Nase und Missbrauchsskandalen am Hals. Hier wird sie aber von interessanten Protagonisten erzählt: Schwester LaToya, nicht immer eins mit ihrem Bruder Michael, kommt ebenso zu Wort wie die Teenager-Freundin, mit der Michael seine erste Nacht verbracht haben soll, und der New Yorker Rabbiner, der jahrelang versucht hat, den Popstar von seiner Tablettensucht abzubringen.

Der Film will die immer offensichtlicher gewordenen Abgründe im Wesen des Stars ergründen: Die verklemmte Sexualität , Michaels Verhältnis zu Kindern und seine Schmerzmittel-Sucht. Kritische Stimmen gibt es bei dem heiklen Thema allerdings nicht.

Wie sehr Michael Jackson auch die Welt im Kleinen bewegt hat, zeigt am 25. Juni die halbstündige Doku „My Michael – Zeitzeugen on Air“ (Deluxe Music, 17 Uhr). Alles dreht sich darin um Jacksons legendäre HIStory-Auftritte 1997 im Münchner Olympiastadion. Ob Teenie-Fan, Getränkeverkäuferin oder der Mann, der eigens für Michael Jackson den Obletter am Stachus aufgesperrt hat: Sie alle teilen ihre persönlichen Erinnerungen mit dem Zuschauer. Das Münchner Live-Konzert, um das es die ganze Zeit geht, ist ebenfalls Teil des 24-stündigen Sonderprogramms auf Deluxe Music (19 Uhr).jo, va

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